Computerspieler gründen eigenen Interessenverband

Recht, Politik & EU Mehrere Computer-Spieler haben einen eigenen Interessenverband gegründet, der ihre Anliegen gegenüber der Politik vertreten soll. "Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler" (VDVC) nennt sich die Organisation. Die Gründung wurde auf der Demonstration von Computer-Spielern am vergangenen Samstag in Karlsruhe verkündet. Neben der Interessenvertretung gehören auch Maßnahmen zur Förderung der Medienkompetenz von Spielern und Nicht-Spielern zum Arbeitsfeld des Verbandes, teilte der VDVC mit.

"Spätestens seit den tragischen Ereignissen von Erfurt und Winnenden sehen sich die über 23 Millionen Video- und Computerspieler in Deutschland immer wieder Diffamierungen, Kriminalisierungen und Verbotsdebatten ausgesetzt, die von Populismus, Unkenntnis und schweren Generationskonflikten zeugen", hieß es in einer ersten Erklärung.

Hier stelle sich der VDVC als Partner für Gesellschaft, Politik und Industrie dar, um aufzuklären und bestehende Konflikte im konstruktiven Dialog zu lösen. "Spieler in Deutschland hatten bis dato keinerlei unabhängige Interessenvertretung. Diese Lücke schließt nun der VDVC", sagt Patrik Schönfeldt, Gründungsmitglied und Initiator des Verbandes.

"Die Vorbereitungen laufen schon seit einigen Monaten und wir haben bereits die Unterstützung wichtiger Partner zugesichert bekommen", so Schönfeldt weiter. Zu diesen gehören beispielsweise der Counter-Strike-Clan MouseSports sowie WiiInsider, eine Gemeinschaft von über 7500 registrierten Wii-Spielern.

Aktuell führt der Verband bereits Gespräche mit Firmen aus der Spielebranche. Mit diesen wollen man sich über die Möglichkeit gemeinsamer Kampagnen beraten.
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