Apple iPhone: Jailbreak soll legalisiert werden

Handys & Smartphones Am kommenden Freitag wird Apple mit der US-Behörde Copyright-Office darüber verhandeln, ob der Jailbreak eines iPhones oder eines iPods legalisiert wird. Das berichtet die Webseite 'computingsa.co.za'. Demnach hat die US-Bürgerrechtsvereinigung Electronic Frontier Foundation (EFF) dafür gesorgt, dass Apple mit der Behörde darüber verhandeln muss. Sie setzt sich seit Jahren dafür ein, dass die strengen Copyright-Gesetze in den USA gelockert werden. Am iPhone kritisiert die EFF, dass die anfängliche Registrierung den Käufer dazu zwingt, Software von Apple zu verwenden.

Der EFF-Anwalt Fred von Lohmann ist zudem davon überzeugt, dass der Jailbreak eines iPhones oder iPods keine Urheberrechtsverletzung darstellt. Apple wollte diese Meldung bislang nicht kommentieren.

Als Jailbreak bezeichnet man die Umgehung der Registrierung, die nach dem Kauf eines iPhones fällig wird. Während der Registrierung muss man die Apple-Software iTunes nutzen, um den vollen Funktionsumfang des Geräts freizuschalten. Gleichzeitig verhindert man dadurch das Aufspielen von fremder Software.

Laut dem Digital Millenium Copyright Act (DMCA) aus dem Jahr 1998 ist der Jailbreak illegal. Kann sich die EFF mit ihrer Forderung nach einer Legalisierung durchsetzen, so würde dies auch Auswirkungen auf andere Handy-Hersteller haben. Setzt ein Unternehmen auf ähnlich strenge Kopierschutzmaßnahmen, müsste es es diese lockern. Eine Entscheidung wird allerdings nicht vor Oktober 2009 erwartet.
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