Demo-Party "Breakpoint" klagt über Behinderungen

Recht, Politik & EU Der Veranstalter der Computerkunstparty "Breakpoint" beklagt sich über Schikanen der Stadtverwaltung Bingen, wo die Veranstaltung alljährlich zu den Osterfeiertagen stattfindet. Kaution und Reinigungskosten für die Halle seien um ein vielfaches Angehoben worden, obwohl die Stadt ursprünglich ihre Unterstützung ankündigte und die Breakpoint als Highlight im kulturellen Leben Bingens bezeichnete. "Den Worten sind keine Taten gefolgt", so Veranstaltungsleiter Simon Kissel gegenüber der 'Allgemeinen Zeitung'.

Statt bisher 600 Euro sollen nun 3.400 Euro Kaution gezahlt werden. Für die Hallenreinigung will die Stadt 1.200 Euro - das vierfache des bisherigen Preises. Dies ist besonders fatal, nachdem die weltweit größte Veranstaltung der Demo-Szene wegen der Weltwirtschaftskrise bereits Sponsoren verlor und nur wegen zahlreicher Spenden stattfinden kann.

Die Stadtverwaltung begründete die höheren Preise mit "Unregelmäßigkeiten" und "schlechten Erfahrungen" mit den Breakpoint-Organisatoren. Dies wies Kissel allerdings zurück. Er habe die Bücher der letzten Jahre noch einmal überprüfen lassen - alle Rechnungen seien pünktlich bezahlt worden.

Es sei eher andersherum, so Kissel. Die Stadt habe in den letzten zwei Jahren einmal 300 Euro und einmal 600 Euro Kaution einbehalten, obwohl alle Rechnungen beglichen waren. Man habe den Eindruck, die Breakpoint solle "schikaniert und fortgeekelt" werden, so Kissel.

Nun ist ein Umzug nach Mainz im Gespräch. Von dort habe es bereits positive Signale gegeben. Allerdings wollen sich nun einige Kommunalpolitiker Bingens für den Erhalt der Veranstaltung einsetzen. "Wir dürfen die Veranstaltung als Aushängeschild für Bingen auf keinen Fall gefährden", sagte Michael Hanne, Chef der städtischen FDP-Fraktion, und plädierte für eine pragmatische Lösung zugunsten der Breakpoint.
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