Microsoft nimmt Apple jetzt auch online ins Visier

Wirtschaft & Firmen Nachdem Microsoft in der letzten Woche mit seinem neuen Werbespot eine neue Runde in der Werbeschlacht gegen Apple eingeläutet hat, kommt nun die dazugehörige Web-Kampagne mit eigens dafür kreierten Werbebannern. Die Banner bieten den Surfern eine Art Einarmigen Banditen, bei dem jeweils ein Mac-Computer und ein deutlich günstigerer PC nebeneinander gezeigt werden. Gleichzeitig zeigt der Banner, was man sich für das gleiche Geld beim Kauf eines Windows-PCs statt eines Apple-Computers noch so alles leisten könnte.


Das oben gezeigte Beispiel macht das Konzept der Kampagne deutlich. Während man beim Kauf eines 13-Zoll-Notebooks von Apple zum Preis von 1299 US-Dollar lediglich noch genug Geld für Kleinkram wie zum Beispiel Stecknadeln haben soll, kann man sich beim Kauf eines Toshiba Notebooks mit Windows angeblich auch noch ein Smartphone leisten und hat Geld für Freizeiterlebnisse übrig - in diesem Fall eine Stunde Unterricht im Fallschirmspringen.

Gegenüber 'Cnet' erklärte David Webster, General Manager bei Microsofts Marketing-Abteilung, dass man mit der neuen Banner-Kampagne vor allem Kunden ansprechen will, die bei Anschaffungen überlegen, was sie mit verbleibenden Geldmitteln anfangen könnten. Außerdem wolle man die Vielfalt der verfügbaren PC-Modelle aufzeigen.


Die neue Kampagne wird derzeit unter anderem über die Webseiten der New York Times und des Wall Street Journal verbreitet. Microsoft habe diese Portale auch deshalb gewählt, weil Apple dort gern seine Werbung platziert, so Webster. Die Banner werden von neuen TV-Spots begleitet.

Der erste neue Werbespot, in dem eine junge Frau auf PC-Einkaufstour geht und sich letztlich gegen einen Mac entscheidet, lief in der letzten Woche im US-Fernsehen an. In den kommenden Wochen sollen laut Webster vier bis fünf weitere derartige Clips folgen.

Bisher ist man bei Microsoft mit dem Erfolg der neuen Kampagne durchaus zufrieden. Diese hatte nicht nur in Online-Foren und Blogs für Diskussionen und höchst unterschiedliche Reaktionen gesorgt, sondern soll sich auch in den Verkäufen niederschlagen. Microsoft konnte angeblich bei Untersuchungen feststellen, dass die Zahl der Kunden, die angaben, ihr nächster Computer werde ein Windows-PC, um 10 Prozent gestiegen ist.
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