Das Kapern von Domains erreicht neuen Höchststand

Recht, Politik & EU Im letzten Jahr erreichte das Cybersquatting, also die Registrierung von Domains, die fremden Marken- oder Eigennamen entsprechen, einen neuen Rekordwert. 2.329 Fälle wurden weltweit beanstandet. Das teilte die UN-Organisation zum Schutz geistiger Eigentümer WIPO mit. Demnach habe man somit acht Prozent mehr Fälle bearbeitet, als im Jahr zuvor. In der Regel werden entsprechende Domains auf Weisung der WIPO gelöscht oder an den jeweiligen Rechteinhaber übertragen.

Cybersquatter werden in den meisten Fällen aus kommerziellen Interessen heraus aktiv. Meist spekulieren sie darauf, eine Internet-Adresse später mit gutem Gewinn an ein Unternehmen weiterverkaufen zu können. Manchmal stehen aber auch Satire-Seiten, die sich auf ein bestimmtes Produkt oder eine Firma beziehen, hinter den Domains.

Wie die WIPO weiter ausführte, handelte es sich in 86 Prozent der verzeichneten Fälle um englischsprachige Adressen. So wurden unter anderem die Namen des Basketballers Dennis Rodman, der Schauspielerin Scarlett Johansson sowie der Spielfigur Bob der Baumeister unrechtmäßig registriert.
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