Microsoft klagt gegen TomTom wegen Linux-Navis

Linux Microsoft hat Klage gegen den Navigationsgerätehersteller TomTom eingereicht. Der Softwarekonzern wirft dem Unternehmen vor, mit seinen Auto-Navis gegen insgesamt acht Patente zu verstoßen. Drei davon betreffen offenbar die Implementation des Linux-Kernels durch TomTom. Es ist das erste Mal, dass Microsoft wegen Linux eine Patentklage anstrengt. Zuvor hatte das Unternehmen über Jahre hinweg behauptet, dass Elemente des freien Betriebssystems seine Patente verletzen würden. Bei der neuen Klage steht das Open-Source-Betriebssystems allerdings nach Angaben von Microsoft nicht im Mittelpunkt des Interesses.

Fünf der angeblich verletzten Patente beziehen sich auf die Verwendung proprietärer Software. Microsoft sieht seine Klage nach eigenem Bekunden als letzte Chance, seine Ansprüche gegen TomTom durchzusetzen. Zuvor hatte man ein Jahr lang versucht, sich auf außergerichtlichem Weg mit dem Navigationsgerätehersteller zu einigen.

In Ausnahmefällen wie diesem müsse man gegebenenfalls gegen andere Firmen gerichtlich vorgehen, um die eigenen Interessen zu verteidigen, so Horacio Gutierrez, Anwalt von Microsoft. Die Patente betreffen zum Großteil Technologien für die eigentliche Navigation, drei von ihnen beziehen sich jedoch auf Datei-Management-Techniken.

Nach Angaben von Gutierrez konnte man sich mit anderen Herstellern von Navigationsgeräten bereits wegen der gleichen Patente gütlich einigen. Man sei weiter dafür offen, den Streit mit TomTom kurzfristig ohne weitere rechtliche Schritte zu klären. Das Vorgehen gegen TomTom sei nicht als Teil eines Angriffs auf Linux oder die Open-Source-Szene zu verstehen, stellte Gutierrez klar.

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