NSA soll Milliarden Dollar für Skype-Backdoor bieten

Datenschutz Der US-Geheimdienst NSA soll jenen Firmen eine Prämie in Milliarden-Dollar-Höhe in Aussicht gestellt haben, die eine zuverlässige Abhörmöglichkeit für den VoIP-Dienst Skype entwickeln. Das will das britische Magazin 'The Register' auf der Messe "Counter Terror Expo" von einer Quelle in der Spionage-Branche erfahren haben. Demnach sei die Verschlüsselung der Sprach- und Chatverbindungen von Skype ein anhaltend großes Problem für die NSA und andere Behörden.

Die Kommunikation über den Dienst gilt derzeit als sicher. Der Vorteil liegt in der P2P-Architektur, bei der die verschlüsselten Verbindungen direkt zwischen den Nutzern aufgebaut werden, statt diese über einen Server des Anbieters zu leiten. Angriffspunkte bieten sich deshalb kaum.

Gerüchte über angebliche Hintertüren in der Kodierung haben sich bisher nicht bestätigt. In Deutschland wurde vor einiger Zeit deshalb auch der Einsatz von Trojanern diskutiert, die sich direkt auf dem Rechner des Nutzers in die Kommunikation einklinken, bevor diese verschlüsselt wird.

Die NSA will allerdings einen zuverlässigeren Weg finden, um das Abhören von Skype-Gesprächen zu ermöglichen. Dem Vernehmen nach könnte man auch selbst an einem entsprechenden System arbeiten, was aber zu viele Ressourcen binden würde.

Deshalb soll sich der Geheimdienst an die Privatwirtschaft gewandt haben. "Sie sagen, bringt uns rein in Skype und wir machen euch zu einem reichen Unternehmen", zitiert das Magazin seine Quelle.
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