IBM: Neues Super-Mikroskop zeigt Atome in 3D

Forschung & Wissenschaft Beim IT-Konzern IBM wurde ein neues Mikroskop entwickelt, das sehr kleine räumliche Strukturen sichtbar machen soll. Es arbeitet ähnlich wie Magnetic Resonance Imaging/Magnetresonanztomographie (MRI/MRT) in der Medizin. Das macht es ebenso möglich, nicht nur die Oberfläche, sondern auch darunterliegende Schichten anzusehen. Im Vergleich zur MRI ist die Auflösung den Angaben zufolge aber 100 Millionen mal höher. So lassen sich Strukturen im atomaren Bereich genau beobachten.

Bei IBM verspricht man sich daraus eine wichtige Grundlage für entscheidende Durchbrüche in der medizinischen Forschung. "Diese Technologie kann unsere Sicht auf Viren, Bakterien, Proteine und andere biologische Elemente revolutionieren", sagte der IBM-Forscher Mark Dean.

Die bei der Betrachtung zum Einsatz kommende Technik nennt sich Magnetic Resonance Force Microscopy (MRFM). Mit dieser werden kleinste Unterschiede in den Magnetfeldern zwischen Atomen angemessen. Das ermöglicht einen dreidimensionalen Einblick in Strukturen, ohne das jeweilige Objekt zu beschädigen.

In Zusammenarbeit mit dem "Center for Probing the Nanoscale" von der Stanford University, habe man die Empfindlichkeit der MRFM-Technologie in der letzten Zeit deutlich steigern können, so IBM. Anschließend kombinierte man sie mit einer 3D-Bildrekonstruktionstechnik und erhielt als Ergebnis klare Aufnahmen von atomaren Strukturen, hieß es.
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