LBB: Datenskandal entpuppt sich als Stollendiebstahl
Die beiden Kuriere gaben gegenüber der Staatsanwaltschaft Frankfurt zu, unerlaubt ein Paket geöffnet zu haben, berichtet der 'RBB'. In diesem befand sich ein Weihnachtsstollen, den die beiden Fahrer aufaßen. Ursprünglich sollte dieser - vermutlich als Weihnachtsgruß eines Kontaktes - der Redaktion der 'Frankfurter Rundschau' zugestellt werden.
Um ihren Diebstahl zu vertuschen, lösten sie kurzerhand den Paketaufkleber von der Stollen-Sendung ab. Diesen befestigten sie auf einem der sechs LBB-Pakete, die ebenfalls zur Fracht gehörten. Die darin befindlichen Kreditkartenabrechnungen landeten so bei der Redaktion statt beim Archivar.
Mit dieser kuriosen Aufklärung des Falles konnten die Ermittler vorerst Entwarnung geben. Außerhalb der Zeitungsredaktion hat vermutlich niemand weiteres Zugriff auf die sensiblen Informationen bekommen. Der Fall, der heute bereits das Berliner Abgeordnetenhaus beschäftigte, nahm somit noch einmal einen glimpflichen Ausgang.
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Christian Kahle
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