Cray-Supercomputer schlägt nun IBMs Roadrunner
Bereits seit einigen Jahren ist beim US-Energieministerium der Rechner "Jaguar" in Betrieb. Vor vier Jahren begann man mit der Aufrüstung, um den Computer an aktuelle Anforderungen anzupassen. Nachdem Roadrunner mit 1,026 Petaflops für Aufsehen sorgte, liegt die Spitzenleistung von Jaguar nun bei 1,64 Petaflops.
Das Energieministerium setzt den Rechner für Simulationen von Supraleiter-Anwendungen ein. Hier wurden bereits Aufgaben mit 1,3 Petaflops berechnet. Die endgültige Ausbaustufe soll nun im Dezember in die Testphase gehen und Anfang 2009 für den Regelbetrieb bereitstehen. Damit wird das System allerdings noch nicht in die aktuelle Liste der 500 schnellsten Supercomputer eingehen, die in der kommenden Woche veröffentlicht wird.
Der aufgerüstete Jaguar ermöglicht es Forschern physikalische Prozesse in einem Umfang zu berechnen, wie er "niemals zuvor gesehen wurde", sagte Raymond L. Orbach, Leiter des Wissenschaftsbereichs beim US-Energieministerium. High End-Computing werde immer mehr zur dritten Säule in der wissenschaftlichen Forschung nach Experimenten und theoretischer Arbeit.
Die ursprüngliche Version des Jaguar bestand aus 84 Kabinetten des XT5-Systems von Cray. Dem Cluster wurden nun 200 weitere Module hinzugefügt. Als Betriebssystem kommt Linux zum Einsatz.
Die Rechenleistung bezieht der Computer von 45.000 Opteron-Prozessoren von AMD. Diesen stehen insgesamt 362 Terabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung, der pro Sekunde 578 Terabyte Daten mit den CPUs austauschen kann. Für die Speicherung der Informationen greift man auf ein 10 Petabyte-Dateisystem zurück.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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