Online-Sex verursacht oft psychische Erkrankungen
Bei einer Untersuchung deckten sie "alarmierend hohe Raten" an Depressionen, Angstgefühlen und Stress auf. Viele betroffene werden immer tiefer in die Suche nach sexueller Befriedigung im Internet hineingezogen. Letztlich verbringen sie deutlich über zwölf Stunden pro Woche in Erotik-Chats, auf Webcam-Angeboten, Plattformen für Sex-Kontakte oder Pornoseiten.
Nach Angaben der Forscher sind zumeist Männer betroffen, die einen höheren Bildungsgrad haben. Sind diese erst einmal in den Sog geraten, kommen sie nur schwer wieder los. Vor allem wird das Ziel, eine passende Partnerin immer schwerer zu erreichen, weil sich mit der Zeit ein nahezu unerfüllbares Idealbild an sexuellen Vorstellungen aufbaut, das im realen Leben kaum befriedigt werden kann.
Bei der untersuchten Gruppe von Intensivnutzern stellten die Forscher einen Anteil von 27 Prozent fest, bei dem eine Depression diagnostiziert werden konnte. An Angstzuständen litten 30 Prozent, 35 Prozent wiesen typische Stresssymptome auf. Das Risiko für eine psychische Erkrankung stieg dabei proportional zur wöchentlichen Nutzungsdauer von Sex-Angeboten.
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Christian Kahle
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