RFID führt im Krankenhaus zu tödlichen Störungen
Die Funksignale der RFID-Scanner können lebenswichtige Geräte wie Beatmungs- und Dialyse-Systeme stören, so die Forscher. Sie warnten die Krankenhäuser in einem gestern veröffentlichten Bericht vor den Gefahren der Technologie und forderten diese auf, Sicherheitstests durchzuführen.
Insgesamt wurden 123 Tests in einer Intensivstation durchgeführt, die mit den üblichen lebenserhaltenden Instrumenten ausgestattet war. Vorsichtshalber hatte man einen Bereich gewählt, in dem sich aktuell keine Patienten aufhielten. In 30 Prozent der Fälle, wenn Gegenstände mit integriertem RFID-Chip in unmittelbarer Nähe der Geräte abgelegt wurden, kam es zu Störungen.
In 20 Prozent der Fälle hätte der Fehler, der durch Interferenzen mit dem Funkchip ausgelöst wurde, zu sehr gefährlichen Situationen für den angeschlossenen Patienten geführt, so die Studie. So schalteten sich beispielsweise Beatmungsmaschinen komplett ab, Injektionspumpen hörten auf, Medikamente weiterzuleiten und externe Herzschrittmacher fielen aus.
Die RFID-Chips werden in dem Amsterdamer Krankenhaus, in dem die Test durchgeführt wurden, bereits eingesetzt. So soll unter anderem der Diebstahl teurer medizinischer Instrumente verhindert werden. Die Technik ermöglicht aber auch die Nachverfolgung der Medikamentenverteilung und die schnelle Zählung aller Instrumente nach einer Operation.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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