PayPal-Zwang: eBay in den USA ohne Überweisungen

Internet & Webdienste Das Online-Auktionshaus eBay versucht erneut seinem Bezahldienst PayPal neue Kunden zu verschaffen. Ab Oktober soll es in den USA nicht mehr möglich sein, ersteigerte Artikel per Überweisung zu bezahlen. Auf der FAQ-Seite des Unternehmens heißt es, dass sowohl Banküberweisungen als auch Zahlungen per Scheck nicht mehr zulässig sein werden. Ab Oktober wird man nur noch via Kreditkarte, PayPal, Barzahlung bei Abholung oder ProPay-Dienst bezahlen können. Nur in wenigen Ausnahmefällen wird die Überweisung weiterhin zulässig sein, beispielsweise bei Immobilien-, Fahrzeug- und Industrieproduktgeschäften.

Als Begründung gibt eBay an, dass bei Zahlungen via Überweisung oder Scheck ein 80 Prozent höheres Risiko besteht, eine negative Erfahrung zu machen. Damit ist beispielsweise der Nichterhalt der Ware gemeint. Auch das Abgeben einer negativen Bewertung ist bei den oben genannten Zahlungsmethoden bis zu 50 Prozent wahrscheinlicher.

eBay kann zwar nicht verhindern, dass die Handeltreibenden auch weiterhin eine Überweisung als Zahlungsmethode akzeptieren, will dagegen jedoch bei Kenntniss vorgehen. Als Strafe droht unter anderem die Löschung des Accounts.

Ob eBay in den USA mit ähnlichen Sanktionen wie in Australien rechnen muss, lässt sich nur schwer einschätzen. Verbraucherschützer kritisierten den dort eingeführten PayPal-Zwang und drohten mit Strafen wegen Wettbewerbsverhinderung. Daraufhin sah eBay vom PayPal-Zwang ab.
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