Online-Banking-Seiten oft mit Sicherheitslücken
Die University of Michigan prüfte die Web-Seiten mehrerer Banken. Bei drei Viertel der Angebote wurden Sicherheitslücken entdeckt. Die Ergebnisse der Untersuchung will man auf dem in dieser Woche stattfindenden Symposium "Usable Security and Privacy" vorstellen.
Insgesamt 214 Web-Seiten mit Online-Banking-Services wurden im Rahmen eines Projektes analysiert. Die dabei gefundenen Sicherheitslücken stecken oft tief in der Architektur des gesamten Web-Auftritts und lassen sich nicht mit einem einfachen Patch beheben, hieß es.
Aber auch kleinere Probleme, die sich schnell abstellen lassen und von einer ungenügenden Prüfung des Codes zeugen, wurden aufgedeckt. So war es relativ oft möglich, über Eingabefelder schädliche Codes in die Online-Anwendungen zu schleusen. Außerdem ließ man es häufig zu, dass Nutzer bei der Einrichtung ihres Accounts unsichere Passwörter verwendeten.
Die Untersuchung wurde bereits im Jahr 2006 durchgeführt. Die Ergebnisse werden erst jetzt veröffentlicht, um Bankkunden nicht zu Schaden kommen zu lassen. Nach Angaben des Forscher-Teams informierte man in der Zwischenzeit die betroffenen Banken und unterstützte sie bei der Behebung der Fehler, was in den meisten Fällen abgeschlossen ist.
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Christian Kahle
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