Venezuela schließt Kuba an Internet-Backbone an

Internet & Webdienste Kuba wird nach Jahren weitgehender Internet-Abstinenz an den globalen Backbone angeschlossen. Bisher verhinderte das Embargo durch die USA den Bau einer Verbindung, zum nächsten Internet-Knoten in Florida. Wie nun bekannt wurde, hat Venezuela bereits vor einiger Zeit einen Vertrag mit der kubanischen Regierung unterzeichnet, der die Verlegung eines Unterseekabels vorsieht. Bis 2010 soll der Bau abgeschlossen werden.

Die Verbindung wird im venezolanischen La Guaira beginnen und neben Kuba auch Jamaika, Trinidad und Haiti an den Backbone bringen. Bei der Konstruktion arbeiten die Telekommunikationsunternehmen CVG Telecom (Corporación Venezolana de Guyana) und ETC (Empresa de Telecomunicaciones de Cuba) zusammen.

Bisher verfügte der Karibikstaat nur über Satelliten-Verbindungen, die man von Firmen in Europa anmietete. Diese sind im Vergleich zu einem direkten Backbone-Anschluss aber sehr teuer und bieten nur eine äußerst beschränkte Bandbreite.

Das neue Glasfaser-Kabel wird eine Kapazität von 160 Gigabit pro Sekunde aufweisen. Davon steht allerdings nur ein Teil für Internet-Verbindungen zur Verfügung. Ein größerer Teil wird auch für die Übertragung von Telefongesprächen genutzt.
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