Virenscanner im BIOS soll Windows besser schützen

Sicherheit & Antivirus Der japanische Computer-Hersteller NEC bringt Notebooks auf den Markt, die mit der HyperSpace-Technologie von Phoenix Technologies ausgestattet sind. Eine Anti-Viren-Software soll dabei außerhalb des Windows-Betriebssystems laufen. Über HyperSpace wird eine Linux-Umgebung auf BIOS-Ebene bereitgestellt. Diese ist parallel zum eigentlichen Betriebssystem lauffähig. Sicherheits-Software soll nun in den NEC-Notebooks dafür sorgen, dass das mitgelieferte Windows Vista vom Systemstart bis zum kompletten abschalten vor dem Befall mit Schädlingen geschützt wird.

NEC setzt in der HyperSpace-Umgebung ein abgesichertes Fedora-Linux ein. Die Methode, den Virenscanner außerhalb von Windows laufen zu lassen, soll beispielsweise verhindern, dass Schädlinge die Sicherheits-Software selbst deaktivieren und das System so für einen weiteren Befall öffnen.

NEC ist laut Shauli Chaudhuri, Marketing-Chef bei Phoenix Technologies, einer der ersten Hersteller, die HyperSpace einsetzen. Die Firma hatte die Technologie erst vor einigen Monaten vorgestellt. Phoenix will mit seinem Produkt zukünftig ein deutlich breiteres Anwendungsspektrum ermöglichen.

So kann die Technologie beispielsweise eingesetzt werden, um einen schnellen Zugriff auf einige Basis-Applikationen wie einen E-Mail, Browser, Media-Player oder VoIP-Telefonie zu ermöglichen, ohne, dass das komplette Betriebssystem hochgefahren werden muss. HyperSpace ermöglicht außerdem Wartungsarbeiten, wenn sich das installierte Windows-System nicht mehr booten lässt.
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