Vista TV-"Kopierschutz"? Keiner will's gewesen sein
Die Redmonder hatten im Nachhinein erklärt, dass sich das Media Center an die von der US-Telekommunikationsaufsicht FCC festgelegten Vorhaben für Möglichkeiten zur Aufzeichnungskontrolle durch die Rechteinhaber und TV-Sender halte. Tatsächlich wurden die Vorgaben der FCC jedoch nie verpflichtend, weil ein Gericht sie schon 2005 für unzulässig erklärte (wir berichteten).
Als dies bekannt wurde, war die Aufregung groß. Würden dank Microsoft die TV-Sender künftig nach Belieben die Möglichkeit haben, das Aufzeichnen ihrer Sendungen mit dem Vista Media Center zu verhindern? Die Online-Bürgerrechtler von der Electronic Frontier Foundation (EFF) waren schnell mit massiver Kritik zur Stelle - man warf Microsoft vor, sich einmal mehr anzumaßen, seinen Kunden vorzuschreiben, wie sie ihr Betriebssystem nutzen können.
Jetzt hat Microsoft für Aufklärung gesorgt und Klartext gesprochen. Das Unternehmen erklärte, dass das Media Center die Einhaltung von Broadcast-Flags nur bei analogem Pay-TV oder Video-on-Demand unterstützt. Damit soll verhindert werden, dass bei der Nutzung derartiger Angebote eine Aufzeichnung und später möglicherweise sogar eine illegale Verbreitung möglich ist.
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