Premiere gerät stärker in die Fänge Murdochs

Wirtschaft & Firmen Der US-Medienmogul Rupert Murdoch baut seine Beteiligung am Pay-TV-Sender Premiere aus. Sein Konzern News Corp. stockte den Anteil auf 25,01 Prozent auf. Dadurch verfügt Murdoch nun über eine Sperrminorität und kann mehr Einfluss auf die Firma nehmen. Unklar sind bisher die weiteren Pläne des Medienmoguls. In Branchenkreisen wird bereits über eine bevorstehende Übernahme Premieres gesprochen. Murdoch wird vor der Bekanntgabe weiterer Schritte allerdings noch abwarten, wie sich die EU zu seinem verstärkten Engagement bei dem Pay-TV-Sender verhält. In Brüssel prüft man derzeit noch die letzte Aufstockung der News Corp.-Beteiligung.

Die Sperrminorität ermöglicht dem US-Konzern, Entscheidungen zu blockieren, für die laut Aktienrecht eine 75-prozentige Mehrheit erforderlich ist. Dazu gehört unter anderem der Verkauf des Unternehmens an einen anderen Interessenten.

Das Premiere-Management bezeichnete den Einstieg Murdochs vor einigen Monaten als "positives Signale". Der Sender profitierte bereits von der Zusammenarbeit mit der News Corp. So führt das Unternehmen mit Videoguard eine verbesserte Verschlüsselungstechnik ein, die von dem US-Konzern entwickelt wurde. Das soll der zunehmenden Zahl von Schwarzsehern einen Riegel vorschieben.

Murdochs News Corp. ist eines der weltweit größten Medienkonglomerate. Zu dem Konzern gehören Sender, Verlage und Produktionsstudios in verschiedenen Ländern.
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