Murdoch will Premiere angeblich ganz übernehmen

Wirtschaft & Firmen Erst im Mai haben wir darüber berichtet, dass der US-Medienmogul Rupert Murdoch seinen Anteil am deutschen Bezahlsender Premiere auf 25.01 Prozent erhöhen möchte. Am vergangenen Mittwoch hat die EU-Kommission diesem Vorhaben letztlich zugestimmt. Nun berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf firmennahe Kreise, dass Murdoch mit seinem Unternehmen News Corp. die Komplettübernahme des Pay-TV-Senders plant. Da auch das WSJ ein Teil von Murdochs weltweitem Medien-Imperium ist, scheint der Bericht über die Premiere-Übernahme recht glaubwürdig.

Gerüchte über eine komplette Übernahme von Premiere durch die News Corp. gibt es bereits seit Murdochs Einstieg beim Münchner Bezahlsender. Analysten zufolge gebe sich Murdoch nie mit Minderheitenbeteiligungen zufrieden. Das Kaufangebot an Premiere könnte dem WSJ zufolge durch eine "Rupert Murdoch nahestehende Person" überbracht werden.

Sollte das Unternehmen wider erwarten Premiere doch nicht komplett übernehmen wollen, sei zumindest angedacht, einen eigenen Geschäftsführer für Premiere zu bestellen, so das Blatt. Bereits jetzt gehören drei der sechs Aufsichtsratsmitglieder von Premiere zu Murdochs News Corporation.
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