Hynix leitet Preissteigerungen bei Arbeitsspeicher ein

SSD, RAM & Speicher Der südkoreanische Chip-Hersteller Hynix hat deutliche Preissteigerungen bei Arbeitsspeicher eingeleitet. Im Laufe des April zog man den Preis bereits um 15 Prozent an. Wie das Unternehmen nun bestätigte, sei im Mai mit einem weiteren Zuwachs zu rechnen. Das Unternehmen reagiert damit auf eine Erholung der Branche, nachdem in den letzten 15 Monaten ein deutlicher Preisverfall verzeichnet wurde. Massive Investitionen in Produktionsanlagen hatten trotz einer deutlich gestiegenen Nachfrage zu einer Überproduktion geführt.

Hynix ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von DRAM-Chips nach Samsung. Wann dieser höhere Preise verlangen wird, ist bisher noch nicht bekannt. Andere Hersteller beginnen inzwischen aber bereits zu reagieren. Elpida Memory aus Japan zog beispielsweise mit einer Steigerung um 5 bis 10 Prozent nach.

Samsungs aktuelle Geschäftsplanungen könnten allerdings schnell zu einer erneuten Überproduktion führen und die Branche weiter in den Abwärtsstrudel reißen: Das Unternehmen kündigte bereits an, die Produktionskapazitäten im Jahresverlauf verdoppeln zu wollen. Der Absatz soll Prognosen von Marktforschern zufolge bei den Speichermengen um lediglich 70 bis 80 Prozent steigen.

Allerdings rechnet Samsung offenbar damit, dass die meisten Konkurrenten nicht die erforderlichen Mittel haben, um nach der langen Durststrecke ausreichend Investitionen zu tätigen. So könnte der Marktführer seine Position deutlich ausbauen.

WinFuture Preisvergleich: Arbeitsspeicher
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