Cisco: Marke Linksys fällt schneller als erwartet weg

Wirtschaft & Firmen Der Netzwerkausrüster Cisco wird die Marke Linksys schneller als erwartet aufgeben. Das sagte Rick Moran, Leiter des KMU-Geschäfts bei Cisco, gegenüber dem US-Fachmagazin 'ComputerWorld'. Linksys wurde im Jahr 2003 von dem Konzern übernommen. Hintergrund sind Überschneidungen in der Angebots-Palette. Unter dem Namen Linksys vertreibt Cisco derzeit Produkte für Privatnutzer und Kunden in kleineren Unternehmen. Der Konzern bietet in dem Bereich aber auch Systeme unter eigenem Branding an.

Cisco-Chef John Chambers hatte im vergangenen Jahr bereits angekündigt, dass man Linksys-Produkte zukünftig ebenfalls mit dem Cisco-Logo versehen werde. Informationen aus Unternehmenskreisen ließen dabei aber auf eine längerfristige Planung schließen.

Der seit einem Jahr andauernde Versuch, die Vertriebskanäle der bisher getrennten Produktionsbereiche von Cisco und Linksys zusammenzuführen, brachte aber keine größeren Fortschritte bei der Integration. Die Konzernteile sollen daher in der kommenden Zeit enger zusammengeschlossen werden. Die Roadmaps würden jetzt vereinheitlicht, so Moran, um ein Angebot unter einer einheitlichen Marke vorzubereiten. "Das wird schneller gehen als man gemeinhin denkt", sagte der Manager.

Die Marke Linksys wird demnach zuerst außerhalb der USA abgeschafft. Hier hat Cisco bereits seit einiger Zeit auf größere Investitionen in die Etablierung des Brandings verzichtet. Die Produkte für Privatkunden und kleinere Firmen werden dann in einer eigenen Produktlinie weitergeführt, ähnlich wie die ebenfalls zugekauften Catalyst-Router und WebEx-Konferenzsysteme.
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