eBay: Verkäuferstreik wegen neuer Gebühren beginnt

Internet & Webdienste Heute soll der aus Protest gegen die neue Gebührenstruktur des Online-Auktionshauses eBay geplante Verkäufer-Streik beginnen. Für eine Woche sollen im Rahmen einer Boykottaktion keine neuen Auktionen bei eBay eingestellt werden, um das Unternehmen so zum Überdenken seiner geänderten Gebührenordnung zu bewegen. Der Streik soll vom 19. bis zum 25. Februar laufen. Er beginnt damit genau einen Tag, bevor eBay seine umstrittenen Änderungen in den USA einführen will. Hintergrund der Proteste sind die geänderten Gebühren, die nach Meinung vieler Verkäufer für deutlich steigende Kosten sorgen. Auch die Einschränkung der Bewertungsmöglichkeiten sind eine der Ursachen des Streiks.

eBay will nicht nur seine Gebührenstruktur so ändern, dass das Unternehmen bei erfolgreichen Verkäufen mehr verdient, sondern hat den Verkäufern auch die Möglichkeit genommen, Käufern eine negative Bewertung zu geben. Viele Verkäufer sehen darin eine Ungleichbehandlung, die dazu führen könnte, dass Auktionen wegen unehrlicher oder unzuverlässiger Käufer platzen.

Bei eBay will man zunächst die Auswirkungen der Boykottaktion abwarten. Gegenüber US-Medien ließ das Online-Auktionshaus verlauten, dass es noch zu früh für Spekulationen sei. eBay könne die Sorgen der Verkäufer durchaus verstehen, doch sei sich auch sicher, dass die Neuerungen und Veränderungen mit gutem Grund vorgenommen werden, hieß es.

Wie groß die Erfolgsaussichten des heute beginnenden Verkäuferstreiks sind, bleibt abzuwarten. Es soll sich um die bisher größte Aktion dieser Art handeln. Ähnliche Proteste waren in der Vergangenheit allerdings weitgehend wirkungslos geblieben. Die betroffenen Verkäufer werten jedoch bereits die öffentliche Stellungnahme eBays zu dem Thema als Erfolg.
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