Vista: Service Pack 1 bringt Kernel-Änderungen mit

Windows Vista Microsoft hat laut Medienberichten bestätigt, dass man am Kernel von Windows Vista mit dem Service Pack 1 Veränderungen vornimmt. Diese sollen aber keiner ausführlichen Überarbeitung oder gar einem "Upgrade" gleich kommen, sondern lediglich für Verbesserungen sorgen. Einige Programmierschnittstellen werden mit dem SP1 eingeführt, die unabhängigen Softwareherstellern die Entwicklung von Programmen für 64-Bit-Systeme erleichtern sollen. Offenbar hat man also Zugriffe auf den Kernel der 64-Bit-Version erleichtert, die bisher durch den Schutz PatchGuard nicht möglich sind.

Microsoft hatte schon lange angekündigt, den Vista-Kernel nach der Fertigstellung von Windows Server 2008 aktualisieren zu wollen, um neu entwickelten Code vom Server-System in die Desktop-Version zu übernehmen. Daher sollen Sorgen von Anwendern wegen Kompatibilitätsproblemen unbegründet sein.

Tatsächlich soll die Aktualisierung des Kernels Probleme bei der Kommunikation zwischen Windows Vista und Server 2008 verhindern. Die Veränderungen des Kernels sind außerdem wahrscheinlich auch auf die von Microsoft zugesicherte Erweiterung der Zugriffsmöglichkeiten für Sicherheitssoftware von Drittanbietern zurück zu führen.

Symantec und einige andere Unternehmen hatten im Vorfeld der Markteinführung von Windows Vista kritisiert, dass der Kernel-Schutz die Funktionalität ihrer Produkte einschränken könne. Microsoft hatte damals zugesichert, mit dem ersten Service Pack entsprechende Änderungen vorzunehmen.
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