Übernahme von AMD durch IBM hat kaum Chancen

Wirtschaft & Firmen AMD kommt derzeit nicht gegen Intels Marktmacht und Innovationsgeschwindigkeit an. Der CPU-Hersteller soll daher händeringend nach Möglichkeiten suchen, seine Kosten zu senken. Unter anderem ist angeblich auch eine verstärkte Auslagerung von Teilen des Unternehmens - unter anderem die Produktion - an Firmen wie IBM im Gespräch. Aufgrund dieser Umstände kamen in den letzten Wochen vermehrt Spekulationen auf, wonach IBM möglicherweise eine Übernahme von AMD planen würde. Offenbar sind diese Gerüchte jedoch nur Wunschträume. Marktbeobachter gehen davon aus, dass es keine Übernahme von AMD durch IBM geben wird. Zwar würde ein derartiger Deal AMD helfen, doch für IBM ergäbe sich aus einem Kauf kein Nutzen, so die Analysten laut Investor's Daily Business.

Hintergrund ist IBMs Neuausrichtung auf Software und Dienstleistungen, weg vom Chip-Geschäft. Erst in der letzten Woche schloss der Konzern die milliardenschwere Übernahme des Softwareherstellers Cognos ab. 2005 hatte man das PC-Geschäft an Lenovo verkauft und war schon zuvor aus der Festplattenproduktion ausgestiegen.

Die Übernahmegerüchte hatten für einen kräftigen Schub für AMDs Aktien gesorgt, die seitdem rund 11 Prozent höher gehandelt werden als zuvor. IBM ist schon seit langem ein enger Kooperationspartner von AMD. Der Intel-Konkurrent lässt von dem Technologiekonzern einige seiner Prozessoren fertigen.

Daher wäre nach Einschätzung der Analysten höchstens ein gemeinsamer Verkauf von Produktionsstätten beider Unternehmen denkbar. AMD hatte angedeutet, dass man plant, einige Fertigungseinrichtungen abzustoßen, aber nicht vollständig auf den Betrieb eigener Werke verzichten will.
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