Fehler in Update von Kaspersky legte Windows lahm

Sicherheit Nachdem der russische Sicherheitsdienstleister Kaspersky schon in der letzten Woche ein fehlerhaftes Signatur-Update für seine AntiVirus-Software veröffentlicht hatte, hat das Unternehmen nun erneut Signaturen verteilt, die Probleme verursachten - dieses Mal ging allerdings so einiges schief. Waren die Probleme beim letzten "Unfall" noch schnell in den Griff zu kriegen, so dürfte Kaspersky sich mit dem jüngsten fehlerhaften Update bei einigen Kunden sehr unbeliebt gemacht haben. Weil die AV-Software nach dem Update die explorer.exe von Windows für einen schädlichen Wurm hielt und die Datei löschte, wurden bei einigen Kunden die Systeme unbrauchbar gemacht.

Kasperskys hauseigene AV-Software als auch die Produkte einiger anderer Anbieter wie z.B. Gdata sollen von dem Fehler betroffen gewesen sein. Durch die Falscherkennung der Explorer-Datei als Worm.Win32.Huhk.c und die daraufhin erfolgte Löschung, startet Windows beim nächsten Hochfahren nicht mehr, wenn die entsprechenden Schutzfunktionen für Systemdateien deaktiviert wurden.

Kann Windows die Explorer-Datei nicht mehr automatisch wiederherstellen, weil der Anwender die Schutzfunktionen deaktiviert hatte oder alle anderen Versionen ebenfalls entfernt worden sind, hilft nur noch ein Wiederherstellungsversuch mit dem Installationsmedium und den auf diesem Weg einsetzbaren Rettungswerkzeugen.

Kaspersky hat inzwischen eine bereinigte Version seines jüngsten Signatur-Updates veröffentlicht, so dass der Fehler nun nicht mehr auftreten sollte. Im Forum des Unternehmens wurde mittlerweile eine deutschsprachige Anleitung für betroffene Anwender veröffentlicht, mit deren Hilfe die Probleme beseitigt werden können.

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