Denuvo: Klage in den USA soll anonymen PC-Hacker enttarnen
Der Kopierschutz-Entwickler Denuvo zieht in den USA gegen einen anonymen Hacker vor Gericht. Der Beschuldigte hat den Schutz zahlreicher aktueller PC-Spiele ausgehebelt. Nun sollen Steam und Reddit bei der Identifizierung helfen.
Denuvo entwickelt DRM-Software, also ein System für Digital Rights Management. Die Technologie soll verhindern, dass teure Spiele kurz nach der Veröffentlichung illegal im Netz verbreitet werden. Der Beklagte hat laut den offiziellen Gerichtsdokumenten genau das getan und die Schutzmechanismen bei großen Titeln wie Hogwarts Legacy und Black Myth Wukong erfolgreich deaktiviert.
Das erklärte Ziel der Klage ist es, über gerichtliche Anordnungen die Herausgabe von sensiblen Nutzerdaten bei den betroffenen Plattformbetreibern zu erzwingen. Dazu zählen große Anbieter wie Valve, Reddit und Discord. Da die PC-Spiele vor dem Knacken zwingend über Plattformen wie Steam gekauft werden müssen, erhofft sich Denuvo den entscheidenden Durchbruch. Über die dort hinterlegten Zahlungsdaten soll die wahre Identität endgültig aufgedeckt werden.
Da Denuvo selbst nicht die Urheberrechte an den betroffenen Spielen hält, klagt das Unternehmen nicht wegen einer klassischen Urheberrechtsverletzung. Stattdessen argumentiert der DRM-Anbieter, dass das eigene Geschäftsmodell durch die illegalen Aktivitäten direkt geschädigt werde. Das Unternehmen fordert deshalb einen finanziellen Schadensersatz sowie eine offizielle Unterlassungsverfügung, die dem Entwickler sämtliche künftigen Eingriffe untersagt.
Die umstrittene Software von Denuvo wird in der Spieleindustrie seit Jahren sehr kontrovers diskutiert. Einerseits bietet sie den Publishern einen effektiven Schutz vor frühen Umsatzeinbußen durch massenhafte illegale Downloads. Andererseits kritisieren viele ehrliche Käufer das komplexe System massiv. Die Software wurde in der Vergangenheit mehrfach mit starken Leistungseinbußen und störenden Rucklern in Spielen in Verbindung gebracht.
Glaubt ihr, dass Denuvo die Identität des Hackers über die Plattformen herausfinden wird? Teilt eure Einschätzung zu dem Fall gerne in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Klage gegen anonymen Hacker
Das auf Kopierschutz spezialisierte Softwareunternehmen Denuvo hat vor einem US-Bundesgericht in Kalifornien rechtliche Schritte gegen einen anonymen Entwickler eingeleitet. Dem unter dem Pseudonym voices38 bekannten Hacker wird vorgeworfen, den digitalen Kopierschutz von insgesamt 26 PC-Spielen umgangen zu haben. Die eingereichte Klage stützt sich auf das US-Urheberrechtsgesetz DMCA. Das Gesetz verbietet das Aushebeln von digitalen Zugangskontrollen strikt.Denuvo entwickelt DRM-Software, also ein System für Digital Rights Management. Die Technologie soll verhindern, dass teure Spiele kurz nach der Veröffentlichung illegal im Netz verbreitet werden. Der Beklagte hat laut den offiziellen Gerichtsdokumenten genau das getan und die Schutzmechanismen bei großen Titeln wie Hogwarts Legacy und Black Myth Wukong erfolgreich deaktiviert.
Suche nach der wahren Identität
Bislang ist völlig unklar, welche Person sich hinter dem Pseudonym verbirgt. Laut TorrentFreak hat das geschädigte Unternehmen im Vorfeld jedoch intensive Vorarbeit geleistet. In der Klageschrift sind ein Konto bei Discord, ein Profil auf Reddit sowie sieben verschiedene Accounts bei Steam aufgelistet. Die genannten Profile sollen direkt mit dem Hacker in Verbindung stehen.Das erklärte Ziel der Klage ist es, über gerichtliche Anordnungen die Herausgabe von sensiblen Nutzerdaten bei den betroffenen Plattformbetreibern zu erzwingen. Dazu zählen große Anbieter wie Valve, Reddit und Discord. Da die PC-Spiele vor dem Knacken zwingend über Plattformen wie Steam gekauft werden müssen, erhofft sich Denuvo den entscheidenden Durchbruch. Über die dort hinterlegten Zahlungsdaten soll die wahre Identität endgültig aufgedeckt werden.
Da Denuvo selbst nicht die Urheberrechte an den betroffenen Spielen hält, klagt das Unternehmen nicht wegen einer klassischen Urheberrechtsverletzung. Stattdessen argumentiert der DRM-Anbieter, dass das eigene Geschäftsmodell durch die illegalen Aktivitäten direkt geschädigt werde. Das Unternehmen fordert deshalb einen finanziellen Schadensersatz sowie eine offizielle Unterlassungsverfügung, die dem Entwickler sämtliche künftigen Eingriffe untersagt.
Hacker zeigt keine Reue
Der Beschuldigte reagierte auf Reddit äußerst gelassen auf die juristischen Schritte. Er teilte der Online-Community mit, dass alles in bester Ordnung sei und seine Arbeit an den Codes wie gewohnt weitergehe. Tatsächlich hat er in den vergangenen Wochen bereits weitere Schutzmechanismen von neu erschienenen Spielen entfernt und die modifizierten Versionen zugänglich gemacht.Die umstrittene Software von Denuvo wird in der Spieleindustrie seit Jahren sehr kontrovers diskutiert. Einerseits bietet sie den Publishern einen effektiven Schutz vor frühen Umsatzeinbußen durch massenhafte illegale Downloads. Andererseits kritisieren viele ehrliche Käufer das komplexe System massiv. Die Software wurde in der Vergangenheit mehrfach mit starken Leistungseinbußen und störenden Rucklern in Spielen in Verbindung gebracht.
Glaubt ihr, dass Denuvo die Identität des Hackers über die Plattformen herausfinden wird? Teilt eure Einschätzung zu dem Fall gerne in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Denuvo verklagt den Hacker voices38 in Kalifornien nach US-Recht
- Der Entwickler knackte den Kopierschutz bei 26 bekannten PC-Spielen
- Betroffen sind auch Blockbuster wie Hogwarts Legacy und Black Myth
- Denuvo will per Gericht die Identität über Zahlungsdaten ermitteln
- Plattformen wie Discord, Reddit und Steam sollen Nutzerdaten teilen
- Gefordert werden Schadenersatz und Unterlassung künftiger Eingriffe
- Der Beklagte zeigt keine Reue und knackt weiter frische Spieletitel
Siehe auch:
- Denuvo wurde für alle Games gecrackt, Online-Checks als Antwort
- Resident Evil Requiem: Diskussionen, ob der Denuvo-Crack besser läuft
- Denuvo schießt scharf gegen Hater: "Toxische, hasserfüllte Umgebung"
- Denuvo startet öffentlichen Discord-Server - mit erwartbaren Folgen
- Star Wars: Battlefront - Denuvo nach fast zehn Jahren gecrackt
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