Apples Mac OS verstärkt Ziel von Malware-Attacken

Sicherheit Apples Betriebssysteme gelten vor allem deshalb als sicher, weil sich die Autoren von Viren, Würmern und anderen Schadprogrammen kaum für Mac OS interessieren - zumindest bisher. Sicherheitsexperten sehen Mac OS nun ins Fadenkreuz der Hacker rücken. Der finnische Sicherheitsdienstleister F-Secure will nach eigenen Angaben eine deutliche Zunahme der Schadsoftware ausgemacht haben, die für Mac OS gedacht sind. Wurden in den letzten zwei Jahren nur ein oder zwei Mac-spezifische Schadprogramme entdeckt, ist ihre Zahl seit Oktober auf 150 bis 200 Varianten gestiegen, so das Unternehmen.

Ob der Anstieg mit der Veröffentlichung von Mac OS X 10.5 "Leopard" zusammenhängt, ist unklar. "Leopard" war Ende Oktober auf den Markt gekommen und hat sich binnen kürzester Zeit schon mehrere Millionen Mal verkauft. Möglicherweise ist die aktuelle Welle von Schadprogrammen für den Mac auch nur von kurzer Dauer.

Bei F-Secure ist man nämlich der Überzeugung, dass die aktuell auftauchende Malware in fast allen Fällen das Werk einer bestimmten Gruppe von professionellen Hackern ist. Diese so genannte "Zlob Gang" versucht seit langem, den Anwendern Schadsoftware unterzuschieben, in dem man dem Nutzer vortäuscht, er müsse einen speziellen Codec für die Videowiedergabe installieren.

Diese Methoden machen deutlich, dass die gestiegene Zahl der Schadprogramme für den Mac keineswegs etwas über die Sicherheit des Betriebssystems von Apple aussagt. Schließlich wird der Anwender getäuscht, um die Malware zu verteilen - die Angreifer versuchen also nicht, durch die Nutzung von Schwachstellen in Mac OS ins System einzudringen.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Apples Aktienkurs in Euro
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!