Epson: Mit günstiger Tinte gegen Patronenfälscher

Hardware Unter Druckerherstellern ist es gängige Praxis, den eigentlichen Drucker zu einem sehr günstigen Preis anzubieten und den Löwenanteil des Umsatzes mit teuren Tintenpatronen zu erzielen. Es gibt aber zahlreiche Drittanbieter, die nachgebaute Patronen zu verhältnismäßig günstigen Preisen anbieten. Während viele Druckerhersteller deshalb Klagen gegen die Anbieter von Billigpatronen anstrengen, will man bei Epson andere Wege gehen. Um gegen die Konkurrenz aus dem Billigsegment zu bestehen, plant das Unternehmen drastische Preissenkungen bei seinen eigenen Tintenpatronen.

Zunächst beschränkt sich das Vorhaben auf den chinesischen Markt. Dort werden Originalpatronen von Epson seit kurzem für ein Drittel des europäischen Preises vertrieben. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Konkurrenten wie HP oder Lexmark nachziehen werden, wodurch sich ein neuer Preiskrieg entwickeln könnte.

Sollte Epson auf diesem Weg nämlich mehr Drucker verkaufen können, geraten die anderen Hersteller unter Druck, so dass sie ebenfalls Preissenkungen vornehmen müssen, die sich nicht nur auf China beschränken, heißt es in diversen Medienberichten aus der Region.

In der Folge dürften zwar die Preise für die Drucker selbst wieder steigen, auf Dauer können Endverbraucher dann aber günstiger drucken. Epson vertreibt die Patronen einiger Druckermodelle in China nun zu Preisen von rund fünf (Schwarz/Weiss) bzw. acht Euro (Farbe). Für die Kunden ist ein möglicher Preiskrieg unter den Druckerherstellern nur von Vorteil.
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