BSA & IDC: Anteil der Raubkopien bleibt unverändert

Laut der jährlich erscheinenden Studie von BSA und IDC konnte die Piraterie-Quote in etwa gleich gehalten werden. Danach liege der weltweite Anteil von Raubkopien unverändert bei 35 Prozent. Auch in der Europäischen Union sei die Rate mit 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben, in Deutschland dagegen habe sie mit 28 Prozent leicht zugenommen. Die Studie zeigt außerdem auf, dass nicht nur Industrieländer, sondern auch Entwicklungsländer mit Software-Piraterie zu kämpfen haben. So nahm dort sowohl die Anzahl der Raubkopien, als auch der dadurch verursachte Schaden leicht zu.

Den ersten Platz belegt weiterhin Armenien, dessen Rate sich mit 95 Prozent nicht veränderte. Auch Vietnam (88 Prozent), Pakistan (86 Prozent) sowie Algerien (84 Prozent) sind unter den ersten Zwanzig zu finden. Ebenfalls darunter ist China, welches sich gegenüber dem Vorjahr von 86 auf 82 Prozent jedoch deutlich verbessern konnte, nachdem die Software-Piraterie dort im Jahr 2003 mit 92 Prozent ihren Höchststand erreicht hatte.

Das Land mit dem geringsten Piraterie-Anteil bleiben auch künftig die USA mit nur 21 Prozent. Allerdings sind die USA zugleich auch das Land, in dem trotz der geringen Rate mit knapp 7 Milliarden Dollar der größte Schaden durch Software-Piraterie verursacht wurde. Nach China (5,4) und Frankreich (2,7) auf den Plätzen zwei und drei findet sich Deutschland mit ungefähr 1,6 Milliarden Dollar Schaden schließlich auf Platz sieben.

Um Software-Piraterie so gering wie möglich zu halten, rieten die Experten, die Bevölkerung über die Schwere von Urheberrechtsverletzungen effektiver aufzuklären und härter zu bestrafen. Ein Vorbild dafür sei beispielsweise China, wo man die Software-Piraterie inzwischen enorm senken konnte.

Vielen Dank an Hauner für diese Meldung!
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