Ermittler drohen in Flut digitaler Daten zu ertrinken

Internet & Webdienste Computer und andere digitale Geräte werden zunehmend beliebter und halten in immer mehr Haushalten Einzug. Einige Menschen nutzen die neue digitale Welt allerdings für illegale Aktivitäten, so dass weltweit auch die Strafverfolger sich an die neuen Medien anpassen und Ermittlungen führen. Dabei müssen teilweise riesige Datenmengen ausgewertet werden, schließlich fasst eine Festplatte mehrere Tausend Seiten auf A4-Papier. Inzwischen sind ist die Datenflut sogar so groß, dass die Ermittler darin förmlich untergehen, sagte Jim Christy, ein ranghoher Mitarbeiter des US-amerikanischen Department of Defense Cyber Crime Center.

Seinen Angaben zufolge beschränken sich illegale Aktivitäten nicht immer auf den klassischen Heimcomputer. In einem Fall entdeckte seine Behörde sogar auf einer modifizierten Xbox-Spielkonsole kinderpornographisches Material. Gerade die verschiedenen Medien sind ein Hindernis für die Strafverfolger.

Um die Menge der anfallenden Daten zu beziffern nannte Christy ein Beispiel. Ein Terabyte Daten entspricht ihmzufolge 8333 altmodischen Aktenschränken mit fünf Schüben, was für einen Ermittler sehr viel Arbeit bedeute. Bis heute gebe es keine effektiven Werkzeuge, um derartige Datenmengen zu prüfen, sagte er weiter.

Christy forderte die Software-Industrie auf, endlich entsprechende Programme zu entwickeln, mit denen es möglich ist, große Datenmengen forensisch auszuwerten. In den USA gibt es laut Christy nur rund ein dutzend staatlich autorisierte Firmen, die auf digitale Forensik spezialisiert sind.
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