Papst nennt Killerspiele "pervers" und "abscheulich"

Spiele Würde der bekannte Spielegegner und Anwalt Jack Thompson noch einen mächtigen Mitstreiter benötigen, so würde er ihn wohl in Papst Benedikt XVI. finden. Der deutsche Papst äußerte sich gestern anlässlich des Welttages der sozialen Kommunikation ablehnend gegenüber Spielen, in denen Gewalt zu sehen ist. Die Titel mit gewalttätigen oder pornographischen Inhalten seien pervers und abscheulich, so das Oberhaupt der Katholischen Kirche in seiner Rede. Jede Entwicklung zu Programmen und Produkten, die zu Unterhaltungszwecken Gewalt, unsoziales Verhalten und die menschliche Sexualität verherrlichen, sei falsch, besonders wenn damit Kinder und Jugendliche angesprochen werden sollen.

Dabei bezog Papst Benedikt XVI. auch Trickfilmserien und Computerspiele mit ein. Die Medien müssten seiner Meinung nach Verantwortung übernehmen und Einfluss auf die Erziehung in der Familie einwirken, um die Menschenwürde, den Wert des Lebens und der Ehe und das Erreichen von Zielen der Menschlichkeit in den Vordergrund zu stellen.

Die gesamte Ansprache des Kirchenoberhaupts lässt sich online einsehen. Derzeit wird in Deutschland und zahlreichen anderen Ländern eine Diskussion über die Auswirkungen von Gewaltdarstellungen in Computerspielen oder dem Fernsehen geführt. Die EU denkt derzeit über ein rigoroses Vorgehen gegen derartige Inhalte nach.
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