Grafikkarten: ATI verliert nach Übernahme durch AMD

Hardware ATI musste nach der Übernahme durch AMD offenbar stark zurückstecken und hat in fast allen Bereichen des Marktes für Grafikprozessoren Marktanteile eingebüßt. Vor allem der Hauptkonkurrent Nvidia konnte davon profitieren, so die Analysten von Jon Peddie Research. Die Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Verluste vor allem auf die Übernahme durch AMD zurückzuführen sind. Weil ATI nun Teil des größten Konkurrenten von Intel ist, werden offenbar weniger integrierte Grafikprozessoren des kanadischen Unternehmens in Kombination mit den Prozessoren des Chip-Riesen eingesetzt.

Die Zahlen sprechen für sich: im Gesamtmarkt hat ATI Anteile in Höhe von rund fünf Prozent verloren, so dass man nun noch 23 Prozent des Marktes kontrolliert. Sowohl Nvidia, als auch die kleineren Konkurrenten VIA und SiS konnten im Gegenzug Boden gutmachen. Vor allem im Mobil-Bereich musste ATI Verluste hinnehmen.

Waren im zweiten Quartal 2006 noch rund 63 Prozent aller Notebooks mit Grafikprozessoren von ATI ausgerüstet, so sind es nun nur noch 47 Prozent. Nvidia hingegen legte kräftig zu und holte im gleichen Maße auf - 53 Prozent Marktanteil in diesem Bereich, im Gegensatz zu 37 Prozent im vorangegangenen Vierteljahr.

Auch im Markt für Zusatzgrafikkarten musste ATI Verluste hinnehmen, die jedoch deutlich geringer ausfielen. Nach Auffassung der Analysten sind die Probleme von ATI nicht auf die Situation im Gesamtmarkt zurückzuführen. Die Ursache seien vielmehr die Auswirkungen der Übernahme durch AMD.
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