Microsoft fordert mehr Sicherheit für Online-Spieler

Spiele Microsofts Windows XP gilt im Vergleich zu anderen Betriebssystemen als unsicher. Mit Windows Vista will der Software-Konzern dies besser machen, doch auch an anderer Front droht nach Auffassung der Redmonder Gefahr - Computerspiele rücken angeblich ins Zentrum des Interesses von Internet-Kriminellen. Auf einer von Microsoft veranstalteten Konferenz für Spieleentwickler sagte ein Mitarbeiter, dass vor allem Multiplayer-Games mit zahlreichen Teilnehmern im Mittelpunkt des Interesses stünden. Titel wie World of Warcraft sind in letzter Zeit so populär geworden, dass Gegenstände aus den Spielen inzwischen bei Online-Auktionshäusern gehandelt werden.

Auch die Benutzerkonten der meist kostenpflichtigen Spiele werden laut Microsoft mittlerweile über das Internet verkauft. Einige dieser Accounts erreichen Werte von mehr als 10 000 Euro, da manche Spiele sehr viel Geld in die Verbesserung ihres Game-Charakters investieren. Manche Zocker hätten mehr Geld in ihre Spielfigur investiert, als sie am Monatsende auf ihrem Konto haben, so der Microsoft-Mitarbetier.

Er forderte die Entwickler von Online-Spielen auf, mehr in die Sicherheit ihrer Software zu investieren, schließlich sei es für die Polizei leicht zu verstehen, wenn jemand eine Kreditkarte gestohlen hätte, ein gehacktes Benutzerkonto sei den Gesetzeshütern hingegen wesentlich schwerer zu erklären.
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