Mobilfunk von Musks SpaceX:
Pläne für Netz mit 80.000 Basisstationen
Elon Musks Satelliten-Internetanbieter Starlink und dessen Mutterkonzern SpaceX werden offenbar konkret. SpaceX will laut einem US-Medienbericht an mindestens 80.000 Standorten in den Vereinigten Staaten Basisstationen für ein neues Mobilfunknetz errichten.
Laut einem Bericht des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg verhandelt SpaceX mit mindestens drei großen Betreibern von Mobilfunkmasten, wobei keines der Unternehmen eine Kooperation mit dem Starlink-Anbieter bestätigen wollte. Die Basisstationen von SpaceX könnten künftig parallel zu den Geräten der etablierten Netzbetreiber AT&T, Verizon und T-Mobile an den Mobilfunkmasten hängen, heißt es.
SpaceX will neben den Standorten von Basisstationen an Mobilfunkmasten mit einiger Wahrscheinlichkeit auch die Starlink-Endpunkte seiner Kunden als kleinere Zellen nutzen, um die Netzabdeckung zu verbessern. Die Verbindung zu den Standorten der Endkunden würde dann auch per Satellit erfolgen, schließlich betreibt SpaceX eine gigantische Flotte von erdnah um die Erde kreisenden Satelliten für die Internetkommunikation.
Erst kürzlich erklärte Musk, dass man terrestrische Netze weiter ausbauen wolle, sodass überall dort, wo SpaceX und Starlink aktiv arbeiten können, auch auf diesem Weg Breitbandverbindungen möglich sind. Durch den Zukauf von Lizenzen für die Nutzung verschiedener Mobilfunk-Frequenzbänder und den Start weiterer Starlink-Satelliten soll so aus Starlink Mobile ein großer US-Mobilfunkanbieter werden, sagte er weiter.
Während die Branche Musks Mobilfunkambitionen weitestgehend für Hirngespinste hält, scheint SpaceX zu entsprechenden Investitionen bereit. Sollte man tatsächlich an 80.000 Standorten Basisstationen errichten, würde SpaceX tatsächlich in einem ähnlichen Maßstab arbeiten wie AT&T und seine etablierten Konkurrenten. AT&T betreibt in den USA an rund 75.000 sogenannte Makrozellen und rund 50.000 bis 75.000 "Small Cells".
Siehe auch:
- SpaceX plant laut Berichten den Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes in den USA
- Das Unternehmen verhandelt dafür über Zugriff auf mindestens 80.000 Standorte
- Die Basisstationen sollen an Masten von externen Infrastrukturfirmen hängen
- Starlink-Endpunkte von Kunden könnten zusätzlich als kleine Zellen dienen
- Elon Musk will mit Frequenzlizenzen etablierte US-Konzerne direkt angreifen
Gigantische Investitionen in Mobilfunk geplant?
SpaceX führt anscheinend bereits Gespräche mit einer Reihe von Infrastrukturbetreibern, um deren Standorte für den Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes zu nutzen. Musks Firma will sich demnach mindestens 80.000 Standorte sichern und könnte damit ein viertes großes Mobilfunknetz errichten, das ähnliche Ausmaße hat wie die Netze der etablierten US-Netzbetreiber.Laut einem Bericht des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg verhandelt SpaceX mit mindestens drei großen Betreibern von Mobilfunkmasten, wobei keines der Unternehmen eine Kooperation mit dem Starlink-Anbieter bestätigen wollte. Die Basisstationen von SpaceX könnten künftig parallel zu den Geräten der etablierten Netzbetreiber AT&T, Verizon und T-Mobile an den Mobilfunkmasten hängen, heißt es.
Starlink Mobile soll AT&T & Co angreifen
Die Mobilfunkanbieter errichten in den USA oft keine eigenen Masten, sondern mieten sozusagen Plätze an den von Drittfirmen gebauten Standorten, sodass die Basisstationen mehrerer Netzbetreiber oft am gleichen Mast angebracht werden. Hintergrund ist eine größere Kosteneffizienz, auch weil die jeweiligen Standorte von mehreren Netzbetreibern gleichzeitig genutzt werden können.SpaceX will neben den Standorten von Basisstationen an Mobilfunkmasten mit einiger Wahrscheinlichkeit auch die Starlink-Endpunkte seiner Kunden als kleinere Zellen nutzen, um die Netzabdeckung zu verbessern. Die Verbindung zu den Standorten der Endkunden würde dann auch per Satellit erfolgen, schließlich betreibt SpaceX eine gigantische Flotte von erdnah um die Erde kreisenden Satelliten für die Internetkommunikation.
Erst kürzlich erklärte Musk, dass man terrestrische Netze weiter ausbauen wolle, sodass überall dort, wo SpaceX und Starlink aktiv arbeiten können, auch auf diesem Weg Breitbandverbindungen möglich sind. Durch den Zukauf von Lizenzen für die Nutzung verschiedener Mobilfunk-Frequenzbänder und den Start weiterer Starlink-Satelliten soll so aus Starlink Mobile ein großer US-Mobilfunkanbieter werden, sagte er weiter.
Während die Branche Musks Mobilfunkambitionen weitestgehend für Hirngespinste hält, scheint SpaceX zu entsprechenden Investitionen bereit. Sollte man tatsächlich an 80.000 Standorten Basisstationen errichten, würde SpaceX tatsächlich in einem ähnlichen Maßstab arbeiten wie AT&T und seine etablierten Konkurrenten. AT&T betreibt in den USA an rund 75.000 sogenannte Makrozellen und rund 50.000 bis 75.000 "Small Cells".
Siehe auch:
- Starlink als Mobilfunkanbieter? T-Mobile-Manager hält Pläne für utopisch
- Starlink: SpaceX plant nun offenbar eigene Mobilfunk-Tarife
- Neue Pläne: So will Starlink Mobilfunkanbietern Konkurrenz machen
- Mobilfunk via Satellit: Telekom & Co. formieren sich gegen Starlink
- Kampf ums 2-GHz-Band: Europa fordert Elon Musks Starlink heraus
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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