SpaceX-Drosselung: Musk bestätigt Absicht, Ukraine "selbst schuld"
Das ukrainische Militär ist für Drohneneinsätze auf das Satellitennetzwerk Starlink angewiesen. Doch Elon Musk drosselte den SpaceX-Dienst für mehr als eine Woche auf 160 Kilometer pro Stunde und begründet das mit "Verstößen" vonseiten der Ukraine.
Bewegten sich ukrainische Drohnen schneller als 160 Kilometer pro Stunde, brach die Verbindung ab. Nach Angaben ukrainischer Offizieller erschwerte dies das Abfangen russischer Angriffsdrohnen, führte zur Absage von Einsätzen und beeinträchtigte die Frontlogistik. Musk begründete die Maßnahme auf der Plattform X mit einem Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen: Die ukrainischen Streitkräfte hätten den zivilen Dienst für offensive Angriffe eingesetzt.
Inzwischen sind die Beschränkungen aufgehoben. Wie Reuters berichtet, liefern die Netzwerke Starlink und Starshield wieder stabile Verbindungen. Laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium funktioniert die Technik auch bei Geschwindigkeiten von über 400 Kilometern pro Stunde wieder zuverlässig.
Zuvor hatte die Drosselung erhebliche diplomatische Spannungen zwischen Kiew und Washington ausgelöst.
Trump bestätigte am Samstag ein direktes Gespräch mit Musk über den Vorfall. Die Ukraine nutzt die SpaceX-Systeme für die Frontkommunikation sowie zur Steuerung von Drohnen mittlerer Reichweite. Für Langstreckenangriffe auf russisches Gebiet werden die Satelliten nach Militärangaben hingegen nicht eingesetzt. Infografik: Von Sputnik bis SpaceX Starlink: Der Erdorbit wird immer voller
US-Abgeordnete beider Parteien fordern nun eine Untersuchung gegen Musk und SpaceX wegen mutmaßlich einseitiger Einschränkungen des Dienstes. Ukrainischen Vertretern zufolge machte die Störung das Land verwundbar für russische Angriffe. Unabhängig davon einigten sich Kiew und Moskau am Freitag auf einen von Melania Trump vermittelten lokalen Waffenstillstand rund um Oleschky in der südukrainischen Region Cherson.
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Siehe auch:
- Musk bestätigt die zeitweise Drosselung des Starlink-Dienstes in Kiew
- Schnelle Drohnen verloren bei mehr als 160 km/h den Satellitenkontakt
- Als Grund nannte Musk den unerlaubten Einsatz für offensive Angriffe
- Laut Reuters kam die Order für Starshield direkt aus dem Weißen Haus
- US-Abgeordnete fordern jetzt eine Untersuchung gegen Musk und SpaceX
- Kiew und Moskau vereinbarten eine lokale Waffenruhe nahe Oleschky
Verdacht auf Eingriff bestätigt
Der Verdacht hat sich damit bestätigt: Elon Musk erklärte am Samstag, sein Unternehmen SpaceX habe den Starlink-Satelliten-Internetdienst in der Ukraine gedrosselt und damit den Betrieb beeinträchtigt, auf den das Land zur Verteidigung gegen Russland angewiesen ist.Bewegten sich ukrainische Drohnen schneller als 160 Kilometer pro Stunde, brach die Verbindung ab. Nach Angaben ukrainischer Offizieller erschwerte dies das Abfangen russischer Angriffsdrohnen, führte zur Absage von Einsätzen und beeinträchtigte die Frontlogistik. Musk begründete die Maßnahme auf der Plattform X mit einem Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen: Die ukrainischen Streitkräfte hätten den zivilen Dienst für offensive Angriffe eingesetzt.
Inzwischen sind die Beschränkungen aufgehoben. Wie Reuters berichtet, liefern die Netzwerke Starlink und Starshield wieder stabile Verbindungen. Laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium funktioniert die Technik auch bei Geschwindigkeiten von über 400 Kilometern pro Stunde wieder zuverlässig.
Zuvor hatte die Drosselung erhebliche diplomatische Spannungen zwischen Kiew und Washington ausgelöst.
Politische Tragweite wächst
Laut Reuters kam die Anweisung zur Drosselung von Starshield aus dem Weißen Haus. Der Vorgang fiel zeitlich mit einem Vorhaben von US-Präsident Donald Trump zusammen, russischen Diesel einzukaufen. Zugleich drängt die US-Regierung die Ukraine, Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen.Trump bestätigte am Samstag ein direktes Gespräch mit Musk über den Vorfall. Die Ukraine nutzt die SpaceX-Systeme für die Frontkommunikation sowie zur Steuerung von Drohnen mittlerer Reichweite. Für Langstreckenangriffe auf russisches Gebiet werden die Satelliten nach Militärangaben hingegen nicht eingesetzt. Infografik: Von Sputnik bis SpaceX Starlink: Der Erdorbit wird immer voller
US-Abgeordnete beider Parteien fordern nun eine Untersuchung gegen Musk und SpaceX wegen mutmaßlich einseitiger Einschränkungen des Dienstes. Ukrainischen Vertretern zufolge machte die Störung das Land verwundbar für russische Angriffe. Unabhängig davon einigten sich Kiew und Moskau am Freitag auf einen von Melania Trump vermittelten lokalen Waffenstillstand rund um Oleschky in der südukrainischen Region Cherson.
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Siehe auch:
- Ukraine ohne Starlink? EU sucht unter Hochdruck Alternativen
- USA drohen Ukraine mit Abschaltung von Elon Musks Starlink
- SpaceX kappt ukrainischem Militär teilweise den Zugang zu Starlink
- Starlink-Zugriff blockiert: SpaceX stoppt russische Drohnenangriffe
- Anschlagsverdacht: Die Starlink-Bodenstation in Polen hat gebrannt
Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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