App-Rechte und Design: Microsoft verteilt große Windows 11-Vorschau
Detaillierte App-Rechte, schärfere Miniaturansichten und ein vorerst gestrichener Ladekreis: Das neue Beta-Update für Windows 11 bringt einige Veränderungen mit. Microsoft bessert bei den Datenschutzeinstellungen nach und soll Fehler beheben.
Wer das Update installiert, bemerkt direkt bei der Anmeldung eine erste Änderung. Bei der Eingabe der PIN für den Sicherheitsschlüssel wurde das Symbol "Anderer Benutzer" entfernt. Das soll den Anmeldevorgang übersichtlicher gestalten. Zudem sollen Fehler behoben sein, durch die sich das Hintergrundbild nach einem Neustart zurücksetzte oder Probleme bei der Personalisierung der Maus auftraten.
Bislang erfolgte die Freigabe für solche Programme lediglich über einen globalen Schalter, der für das gesamte Gerät galt.
Die Verwaltung finden Nutzer in den Systemeinstellungen unter dem Menüpunkt "Datenschutz & Sicherheit". Wenn ein Programm erstmals auf sensible Hardwareressourcen zugreifen möchte, erscheint künftig eine Abfrage. Da manche Desktop-Anwendungen auf geteilte Systemkomponenten setzen, können diese in der Liste mit abweichenden Namen auftauchen. Kann Windows die Herausgeberinformationen nicht prüfen, erscheinen Apps zudem als unsigniert. Bestehende Berechtigungen bleiben nach der Installation erhalten.
Darüber hinaus bringt die Aktualisierung weitere Detailverbesserungen. Die Miniaturansichten von Dateien im Bereich "Empfohlen" des Datei-Explorers wurden nachgeschärft. Zudem gibt es unter "Einstellungen", "Barrierefreiheit" und "Lupe" einen neuen Schalter für die Bildschirmlupe. Damit lässt sich der Tastaturkurzbefehl aus der Windows-Taste und Plus deaktivieren, um versehentliche Starts zu vermeiden. Die Vorlesefunktion unterstützt nun weitere Sprachen für mathematische Inhalte, darunter Griechisch, Polnisch und Schwedisch.
Nutzt ihr die Testversionen von Windows 11 oder wartet ihr lieber auf fertige Updates? Was haltet ihr von der neuen App-Rechteverwaltung? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
- Für die Windows-11-Beta steht die neue Aktualisierung KB5127930 bereit
- Zugriffsrechte für Desktop-Apps lassen sich nun separat festlegen
- Beim ersten Hardwarezugriff einer Anwendung erscheint eine Abfrage
- Die PIN-Eingabe für Sicherheitsschlüssel wurde optisch vereinfacht
- Fehler beim Hintergrundbild sowie bei Mauseinstellungen sind behoben
- Neu eingeführte ringförmige Ladeanzeigen zieht Microsoft vorerst zurück
Update zum Wochenende
Das Wochenende steht vor der Tür und damit, wie schon fast gewohnt, eine neue Insider-Version zum Testen. Für die Beta der Windows 11 25H2 ist es die Aktualisierung KB5127930, die bereitsteht. Dadurch ändert sich die Versionsnummer auf Windows 11 25H2 26220.9836. Es gibt einige Anpassungen, unter anderem beim Design.Wer das Update installiert, bemerkt direkt bei der Anmeldung eine erste Änderung. Bei der Eingabe der PIN für den Sicherheitsschlüssel wurde das Symbol "Anderer Benutzer" entfernt. Das soll den Anmeldevorgang übersichtlicher gestalten. Zudem sollen Fehler behoben sein, durch die sich das Hintergrundbild nach einem Neustart zurücksetzte oder Probleme bei der Personalisierung der Maus auftraten.
Detaillierte App-Rechte
Eine zentrale Neuerung betrifft den Datenschutz. Wie Microsoft in den Veröffentlichungsnotizen erklärt, lassen sich die Zugriffsrechte für die Kamera, das Mikrofon und den eigenen Standort für klassische Desktop-Anwendungen jetzt einzeln verwalten.Bislang erfolgte die Freigabe für solche Programme lediglich über einen globalen Schalter, der für das gesamte Gerät galt.
Die Verwaltung finden Nutzer in den Systemeinstellungen unter dem Menüpunkt "Datenschutz & Sicherheit". Wenn ein Programm erstmals auf sensible Hardwareressourcen zugreifen möchte, erscheint künftig eine Abfrage. Da manche Desktop-Anwendungen auf geteilte Systemkomponenten setzen, können diese in der Liste mit abweichenden Namen auftauchen. Kann Windows die Herausgeberinformationen nicht prüfen, erscheinen Apps zudem als unsigniert. Bestehende Berechtigungen bleiben nach der Installation erhalten.
Komplette Release-Notes (aufklappen zum Lesen)
- Änderungen und Verbesserungen
- [Sicherheit]
- Wir haben die PIN-Eingabe für Sicherheitsschlüssel überarbeitet. Das Symbol "Anderer Benutzer" wurde entfernt, um die Anmeldung übersichtlicher zu gestalten.
- Benutzeroberfläche mit der überarbeiteten Anmeldung per Sicherheitsschlüssel und einer vereinfachten PIN-Eingabe.
- [Zugriff auf Kamera, Mikrofon und Standort für Desktop-Apps verwalten]
- Windows-Insider können die Berechtigungen für Kamera, Mikrofon und Standort jetzt für jede Desktop-App einzeln verwalten. Bisher wurde der Zugriff klassischer Desktop-Anwendungen über eine einzige geräteweite Einstellung gesteuert.
- Mit diesem Update können Sie den Zugriff für jede App einzeln prüfen und steuern. Dadurch sehen Sie genauer, welche Apps auf sensible Ressourcen zugreifen möchten, und erhalten mehr Kontrolle über Ihre Datenschutzeinstellungen. Unser Ziel ist es, Datenschutzberechtigungen für die vielen täglich genutzten Desktop-Apps verständlicher und leichter verwaltbar zu machen.
- Benutzeroberfläche mit den neuen Datenschutzeinstellungen für einzelne Desktop-Apps.
- Was sich ändert
- Sie können den Zugriff für jede Desktop-App einzeln erlauben oder verweigern.
- Unter Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Kamera, Mikrofon oder Standort können Sie Berechtigungen prüfen und verwalten.
- Apps, die bislang noch nicht auf eine Ressource zugegriffen haben, fragen beim ersten Zugriffsversuch nach einer Berechtigung.
- Was unverändert bleibt
- Bereits getroffene Entscheidungen zu App-Berechtigungen bleiben erhalten.
- Apps, denen der Zugriff zuvor erlaubt wurde, behalten ihn.
- Apps, denen der Zugriff zuvor verweigert wurde, bleiben gesperrt.
- Sie müssen nichts unternehmen. Es werden keine Einstellungen zurückgesetzt.
- Bestehende Unternehmensrichtlinien funktionieren weiterhin wie vorgesehen. Wir prüfen zusätzliche Verwaltungsmöglichkeiten.
- Hinweise
- Die meisten Desktop-Apps werden eindeutig mit ihrem Namen angezeigt. Einige Apps, die gemeinsame Systemkomponenten, im Browser ausgeführte Anwendungen oder ähnliche Technologien nutzen, können jedoch unter einem anderen Namen als erwartet erscheinen.
- Einige Desktop-Apps werden möglicherweise als "Nicht signiert" angezeigt, wenn Windows die Angaben zum Herausgeber nicht überprüfen kann. Erlauben Sie den Zugriff nur für Apps, die Sie kennen und denen Sie vertrauen.
- *Feedback:** Teilen Sie uns Ihre Meinung im Feedback-Hub (Windows-Taste + F) unter Einstellungen > Datenschutzeinstellungen mit.
- [Personalisierung]
- Falls Sie in den jüngsten Insider-Builds weiterhin Probleme beim Anpassen Ihrer Mauseinstellungen hatten oder Ihr Hintergrundbild nach einem Neustart zurückgesetzt wurde, sollten diese Probleme nun behoben sein.
- [Bildschirmlupe]
- Unter Einstellungen > Barrierefreiheit > Bildschirmlupe haben wir einen Schalter für die Tastenkombination zum Starten der Bildschirmlupe ergänzt. Damit können Sie festlegen, ob sich die Bildschirmlupe durch Drücken der Windows-Taste + Plus (+) öffnen lässt.
- Die Tastenkombination bleibt standardmäßig aktiviert. Solange Sie nichts ändern möchten, bleibt also alles wie gewohnt. Falls Sie die Bildschirmlupe versehentlich starten oder die Tastenkombination mit einer anderen App oder einem Tastaturlayout in Konflikt steht, können Sie den Schalter deaktivieren. Die Bildschirmlupe lässt sich weiterhin über die Einstellungen starten. Sie können die Tastenkombination jederzeit wieder aktivieren.
- [Datei-Explorer]
- Wir haben die Dateivorschaubilder im Bereich "Empfohlen" auf der Startseite geschärft, damit sie klarer und besser erkennbar sind.
- [Sprachausgabe]
- Die Sprachausgabe unterstützt jetzt zusätzliche Sprachen beim Vorlesen mathematischer Inhalte, darunter Griechisch, Ungarisch, Indonesisch, Norwegisch (Bokmål), Polnisch, Russisch, Schwedisch und Vietnamesisch.
- [Windows-Design]
- Wir nehmen die durchgängigen, ringförmigen Ladeanzeigen in einigen zentralen Windows-Abläufen vorübergehend zurück, während wir an der Behebung eines Fehlers arbeiten. Betroffen sind unter anderem Start, Anmeldung, Neustart, Herunterfahren und Updates. Wir gehen davon aus, die Einführung bald fortsetzen zu können.
Rückzieher beim Lade-Design
Eine kürzlich eingeführte optische Änderung nimmt das Unternehmen vorerst wieder zurück. Die durchgefärbten Ladeanzeigen in Ringform, die beim Starten, Anmelden oder Herunterfahren zu sehen waren, verschwinden vorübergehend. Grund dafür ist ein Programmfehler. Die Rückkehr zum neuen Ladekreis soll aber bald erfolgen, sobald das Problem behoben ist.Darüber hinaus bringt die Aktualisierung weitere Detailverbesserungen. Die Miniaturansichten von Dateien im Bereich "Empfohlen" des Datei-Explorers wurden nachgeschärft. Zudem gibt es unter "Einstellungen", "Barrierefreiheit" und "Lupe" einen neuen Schalter für die Bildschirmlupe. Damit lässt sich der Tastaturkurzbefehl aus der Windows-Taste und Plus deaktivieren, um versehentliche Starts zu vermeiden. Die Vorlesefunktion unterstützt nun weitere Sprachen für mathematische Inhalte, darunter Griechisch, Polnisch und Schwedisch.
Nutzt ihr die Testversionen von Windows 11 oder wartet ihr lieber auf fertige Updates? Was haltet ihr von der neuen App-Rechteverwaltung? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
- Windows 11: Microsoft testet und zeigt anpassbares Rechtsklick-Menü
- Windows 11: Riesiges Vorschau-Update bringt unzählige neue Features
- Windows 11: Frisches Vorschau-Update steht bereit - Das ist alles neu
- Windows 11 26H2: Frisches Vorschau-Update steht bereit - Das ist neu
- Neue Windows 11-Vorschau: Microsoft veröffentlicht erstes Update 2026
Thema:
Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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