Windows 11: Apps sollen laut Microsoft in Zukunft schneller starten

Windows 11 soll in Zukunft flüssiger laufen. Eine neue Funktion in der aktuellen Vorschauversion beschleunigt dafür das Aufrufen von Programmen, die bereits im Hintergrund laufen, indem unnötige Zwischenschritte übersprungen werden. Edge macht den Anfang.
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  • Microsoft optimiert mit Vorschau KB5127936 die Startzeiten von Apps
  • Hintergrundanwendungen werden ab sofort direkt statt über Umwege aufgerufen
  • Der Edge-Browser profitiert als erstes von der neuen Beschleunigung
  • Entwickler können die Programmierschnittstelle für Einzelinstanzen anfragen
  • Im Unterschied zu früheren Ansätzen belegt die Neuerung keinen extra RAM
  • Der allgemeine Rollout erfolgt vermutlich zum Patchday am 10. November 2026

Leistungsplus für Windows 11

Neben der Behebung einiger kritischer Fehler bemüht sich Microsoft weiterhin darum, Windows 11 schneller und effizienter zu machen. Im Rahmen der aktuellen Release-Vorschau KB5127936 hat das Betriebssystem jetzt eine weitere Optimierung erhalten, durch die Apps in Zukunft schneller starten sollen. Vor allem, wer häufig zwischen Programmen wechselt, dürfte von kürzeren Ladezeiten profitieren, da Windows bei Aufrufen bereits laufender Apps aus dem Hintergrund nun zügiger reagiert. Den Anfang macht dabei der Edge-Browser.

Bisher startete das System beim Klick auf ein Symbol oder einen Link automatisch eine neue, temporäre Instanz bzw. ein neues Fenster. Erst dann wurde überhaupt überprüft, ob die entsprechende Software bereits läuft. Wenn ja, wurde das bereits bestehende App-Fenster reaktiviert und der neue Prozess im Anschluss beendet. Das neue Verfahren umgeht diesen Umweg und leitet den Startbefehl bei einem entsprechenden Klick direkt an die bereits bestehende Instanz weiter.


Schnittstelle für Entwickler

Wie Microsoft in den Veröffentlichungshinweisen erklärt, stellt die Neuerung bei Edge den ersten Schritt für eine breite Integration dar. Künftig soll jede Anwendung die beschleunigten Starts nutzen können. Die Dokumentation für die Schnittstelle existiert bereits seit Oktober 2025. Entwickler müssen für den Zugriff auf die experimentelle Programmierschnittstelle jedoch einen Freischaltcode beantragen. Die Programme müssen zudem auf Einzelinstanzen ausgelegt sein, damit das Verfahren greift.

Die Optimierung unterscheidet sich grundlegend von früheren Ansätzen. Um Programme schneller bereitzustellen, lud das Betriebssystem sie bisher oft präventiv in den Arbeitsspeicher. Ein Vorab-Ladevorgang für den Datei-Explorer belegte in Tests zusätzliche 35 Megabyte Arbeitsspeicher, dennoch öffnete der Explorer langsamer als unter Windows 10. Die neue Methode hält dagegen nichts zusätzlich im Arbeitsspeicher vor, sondern lässt gezielt unnötige Zwischenschritte aus. Die Neuerung ergänzt bestehende Anpassungen wie das Low Latency Profile, das die Reaktionszeit von Windows 11 bereits verbessert.

Da die Verteilung des jetzigen Start-Boosts schrittweise erfolgt, ist die Funktion nach der Installation der Vorschau möglicherweise nicht sofort aktiv. Für eine optimale Nutzung muss zudem die Startbeschleunigung im Browser eingeschaltet sein. Die Verbesserung dürfte vermutlich zum nächsten Patchday am 10. November 2026 auf den PCs aller Anwender landen.

Nutzt ihr die Insider-Versionen und habt einen schnelleren Start bei Edge bemerkt? Stört euch die allgemeine Startgeschwindigkeit von Apps unter Windows 11? Teilt eure Erfahrungen mit uns!

Siehe auch:
Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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