Deutsche Drohne erreicht Rekord-Geschwindigkeit von 777 km/h
Der deutsche Drohnenhersteller Quantum Systems hat mit seinem batteriebetriebenen Experimentalfluggerät Apex Recordhunter einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Sie wäre damit in der Lage, auch neueste russische Angriffsdrohnen einzuholen.
Die Drohne habe auf dem Testflug mehr als 200 Meter pro Sekunde zurückgelegt. Zugleich verwies Martin Karkour, Chief Revenue Officer von Quantum Systems, laut eines Berichts des Defence Blogs auf die technischen Herausforderungen des Versuchs: Bei derart hohen Geschwindigkeiten stoße die Konstruktion an physikalische Grenzen. Die Erkenntnisse aus dem Flug sollen in weitere Entwicklungsarbeiten einfließen.
Der neue Wert übertrifft den bisherigen Bestwert des Unternehmens deutlich. Bei internen Tests am 26. Juni 2026 hatte der Apex Recordhunter bereits 699 km/h im Horizontalflug erreicht. Quantum Systems bezeichnete das damals als inoffiziellen Spitzenwert für ein batteriebetriebenes Fluggerät. Die nun gemeldeten 777 km/h würden diese Marke um 78 km/h übertreffen. Die Entwicklung entstand innerhalb von rund einem Jahr beim deutschen Experimentalteam N3XT. Zum Einsatz kommen speziell entwickelte Batteriezellen einer Porsche-Tochtergesellschaft.
Co-Chef Sven Kruck erklärte, Russland erhöhe den Druck, während das Unternehmen an technischen Gegenmaßnahmen arbeite. Die beim Apex Recordhunter gewonnenen Erfahrungen mit Antrieb, Energiemanagement und Hochgeschwindigkeitsflügen sollen deshalb auch in die Entwicklung von Abfangdrohnen einfließen. Der Rekordflieger selbst ist laut Unternehmen jedoch keine Waffe und verwendet keine Hardware, die auch in den militärischen Systemen des Unternehmens zum Einsatz kommt.
Siehe auch:
- Eine deutsche Elektrodrohne erzielte ein Rekordtempo von 777 Kilometern pro Stunde
- Für die offizielle Bestätigung des Versuchs steht eine zweite Messung noch aus
- Entwickelt wurde das Modell Apex Recordhunter vom deutschen Spezialistenteam N3XT
- In dem schnellen Fluggerät kommen spezielle Batteriezellen einer Porsche-Tochter vor
- Erkenntnisse aus dem Rekordflug sollen der Abwehr russischer Drohnen dienen
Mit Porsche-Batterien
Nach Angaben des Unternehmens wurde eine Geschwindigkeit von 777 km/h erreicht. Damit hat die Entwicklung aus Deutschland einen neuen Geschwindigkeitsrekord für elektrisch angetriebene Drohnen aufgestellt. Der Versuch ist allerdings noch nicht offiziell anerkannt, da für die Bestätigung eine zweite Messung in Gegenrichtung erforderlich ist. Diese soll noch folgen.Die Drohne habe auf dem Testflug mehr als 200 Meter pro Sekunde zurückgelegt. Zugleich verwies Martin Karkour, Chief Revenue Officer von Quantum Systems, laut eines Berichts des Defence Blogs auf die technischen Herausforderungen des Versuchs: Bei derart hohen Geschwindigkeiten stoße die Konstruktion an physikalische Grenzen. Die Erkenntnisse aus dem Flug sollen in weitere Entwicklungsarbeiten einfließen.
Der neue Wert übertrifft den bisherigen Bestwert des Unternehmens deutlich. Bei internen Tests am 26. Juni 2026 hatte der Apex Recordhunter bereits 699 km/h im Horizontalflug erreicht. Quantum Systems bezeichnete das damals als inoffiziellen Spitzenwert für ein batteriebetriebenes Fluggerät. Die nun gemeldeten 777 km/h würden diese Marke um 78 km/h übertreffen. Die Entwicklung entstand innerhalb von rund einem Jahr beim deutschen Experimentalteam N3XT. Zum Einsatz kommen speziell entwickelte Batteriezellen einer Porsche-Tochtergesellschaft.
Russische Drohnen einholen
Hinter dem Projekt steht mehr als die Jagd nach Rekorden. Quantum Systems will mit den gewonnenen Erkenntnissen auch auf die wachsende Bedrohung durch russische Angriffsdrohnen in der Ukraine reagieren. Diese werden teilweise von Strahltriebwerken angetrieben und sollen Geschwindigkeiten von 500 bis 600 km/h erreichen. Damit können sie viele kleinere Abfangdrohnen überfordern, die bislang vor allem gegen langsamere Fluggeräte eingesetzt werden.Co-Chef Sven Kruck erklärte, Russland erhöhe den Druck, während das Unternehmen an technischen Gegenmaßnahmen arbeite. Die beim Apex Recordhunter gewonnenen Erfahrungen mit Antrieb, Energiemanagement und Hochgeschwindigkeitsflügen sollen deshalb auch in die Entwicklung von Abfangdrohnen einfließen. Der Rekordflieger selbst ist laut Unternehmen jedoch keine Waffe und verwendet keine Hardware, die auch in den militärischen Systemen des Unternehmens zum Einsatz kommt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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