Ukraine: Starlink bremst Kampfdrohnen angeblich mit Tempolimit aus

Der von Elon Musks Firma SpaceX betriebene Satelliten-Internet­anbieter Starlink hat angeblich begonnen, die von ukrainischen Kampfdrohnen genutzten Verbindungen ab einer bestimmten Fluggeschwindigkeit zu drosseln. Die Drohnen werden dadurch buchstäblich ausgebremst.
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SBU via Telegram
  • SpaceX schränkt Starlink für die Ukraine bei schnellen Drohnenflügen ein
  • Ab einem Tempo von 160 km/h wird der militärische Dienst ganz beendet
  • Schon ab 100 km/h treten laut Kiew mehrmalige Verbindungsabbrüche auf
  • Die unangekündigte Maßnahme störte bereits mehrere Drohnenmissionen
  • Die USA drängen offenbar auf ein Ende der Angriffe auf Russlands Ölsektor
  • Ein Grund dafür ist ein geplanter Kauf von russischem Dieselkraftstoff
  • Ausländische Partner warnen zudem nicht mehr vor russischen Raketen

Ukrainische Drohnen müssen langsamer fliegen

SpaceX hat offenbar eine Begrenzung bei bestimmten Starlink-Diensten eingeführt, die die militärische Nutzung bei Drohnen im Abwehrkampf der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg erschwert. Die Navigation der Drohnen wird dabei ab einer Fluggeschwindigkeit von über 160 km/h behindert, meldet das ukrainische Militär.

Über einen Telegram-Kanal erklärte Serhiy Beskrestnov, der als Berater des ukrainischen Präsidenten tätig ist, laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass SpaceX den Betrieb der militärischen Version von Starlink für fliegende Systeme ab einer Geschwindigkeit von mehr als 160 km/h eingestellt habe.

Die Ukraine sei vorher nicht über diesen Schritt informiert worden, wodurch es zu der Unterbrechung einer Reihe von "Missionen" gekommen sei, so Beskrestnov laut dem Bericht. Sobald die per Starlink mit ihren Piloten verbundenen Drohnen der Ukraine eine Fluggeschwindigkeit jenseits der Marke von 100 km/h erreichten, komme es außerdem zu Verbindungsausfällen mit einer Dauer von zehn bis 20 Sekunden, hieß es weiter. Die Drohnen würden dann zwar weiter fliegen, seien aber schwerer zu kontrollieren.

SpaceX hat sich zu dem Thema bisher nicht geäußert. Aktuell soll es allerdings massiven Druck von US-amerikanischer Seite geben, die anhaltenden Angriffe mit schnellen Langstreckendrohnen gegen die russische Ölindustrie zu stoppen. Hintergrund ist der sogenannte "Diesel-Deal" zwischen der US-Regierung und Russland, in dessen Rahmen die USA 300.000 Tonnen russischen Dieselkraftstoff einkaufen wollen.

Seit einigen Tagen erhält die Ukraine nach eigenen Angaben auch keine Vorwarnungen mehr von ihren ausländischen Partnern, wenn es um bevorstehende Angriffe mit ballistischen Raketen von russischer Seite geht.

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Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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