Ericsson: Mobilfunknetze sollen Drohnen orten und verfolgen können
Der Netzausrüster Ericsson hat ein System entwickelt, mit dem verschiedene Objekte im Bereich der Abdeckung von Mobilfunknetzen geortet und verfolgt werden können. Auch Drohnen und ihre Bewegungen können so per Mobilfunk erkannt werden.
Das System nutzt die von mehreren Funkstationen abgestrahlten Signale, die von einem Objekt reflektiert und von anderen Mobilfunkantennen an mehreren Orten aufgefangen werden. Die Netzwerk-Hardware analysiert die reflektierten Signale im Anschluss, um die Drohnen zu orten und ihre Bewegungen zu verfolgen.
Innerhalb der letzten Monate hat Ericsson laut dem britischen Magazin The Register umfangreiche Tests durchgeführt, um die ISAC-Technologie zu erproben und will diese nun in mehreren Stufen kommerziell vermarkten. Anfangs sind Pilotprogramme in Kooperation mit ausgewählten Kunden geplant, bei denen zunächst im nächsten Jahr nur die Erkennung von Objekten getestet wird.
Zwar gibt es bereits spezialisierte Tracking-Systeme, mit denen Drohnen geortet werden können, doch ist deren Einsatz nicht in großem Maßstab möglich, so Ericsson. Bei Tests in Kooperation mit Netzbetreibern in den USA und Finnland konnten Drohnen mit ISAC bereits erfolgreich erkannt und über ihre Flugstrecken hinweg lokalisiert werden, hieß es weiter.
Um Mobilfunknetze tatsächlich für die Ortung und das Tracking von Drohnen zu verwenden, müssen die Basisstationen nach Angaben von Ericsson mit entsprechend konfigurierter Hardware bestückt werden. Außerdem sind gewisse Computing-Ressourcen und Software nötig, um die Daten für die Ortung zu verarbeiten.
Laut einem in dem Bericht aus Großbritannien zitierten Experten können aktuelle 5G-Netze bereits mit ISAC ausgerüstet werden. Mit der Einführung von 6G und dessen neuen Frequenzbereichen könnte die Nutzung durch von vornherein in den neuen Standard integrierte Spezifikationen für die Verwendung breiterer Frequenzbereiche erleichtert werden, heißt es.
Siehe auch:
- Ericsson nutzt Reflexionen von Funksignalen zur genauen Ortung von Drohnen
- Das System ISAC analysiert Funksignale über bestehende Mobilfunknetze
- Erste Pilotprogramme für das Erkennen von Objekten starten im nächsten Jahr
- Eine breit angelegte kommerzielle Einführung von ISAC ist für 2028 geplant
- Mobilfunkantennen decken bereits viele niedrige Lufträume zuverlässig ab
- Für den Betrieb sind angepasste Hardware sowie Software-Ressourcen nötig
Drohnen-Tracking mit bestehenden Mobilfunknetzen
Ericsson will die Analyse der Reflexionen von Funksignalen nutzen, um Objekte nachzuverfolgen und zu orten, die sich auf geringer Höhe durch den Raum bewegen. Ein "Integrated Sensing and Communication" (ISAC) genanntes System soll bestehende Infrastruktur von Mobilfunknetzen nutzen, um zum Beispiel tief und schnell fliegende Objekte wie Drohnen zu tracken.Das System nutzt die von mehreren Funkstationen abgestrahlten Signale, die von einem Objekt reflektiert und von anderen Mobilfunkantennen an mehreren Orten aufgefangen werden. Die Netzwerk-Hardware analysiert die reflektierten Signale im Anschluss, um die Drohnen zu orten und ihre Bewegungen zu verfolgen.
Innerhalb der letzten Monate hat Ericsson laut dem britischen Magazin The Register umfangreiche Tests durchgeführt, um die ISAC-Technologie zu erproben und will diese nun in mehreren Stufen kommerziell vermarkten. Anfangs sind Pilotprogramme in Kooperation mit ausgewählten Kunden geplant, bei denen zunächst im nächsten Jahr nur die Erkennung von Objekten getestet wird.
Breite kommerzielle Vermarktung ab 2028
Ab 2028 soll dann eine breit angelegte Einführung von ISAC erfolgen. Die Drohnenerkennung könnte ein dringendes Problem lösen, schließlich kommt es immer wieder zu Unterbrechungen des Betriebs an Flughäfen wegen mutmaßlicher Drohnenflüge. Der Vorteil des Einsatzes von ISAC besteht vor allem darin, dass die Mobilfunkantennen vielerorts bereits Bereiche von geringer Höhe im Luftraum abdecken, in denen sich Drohnen typischerweise bewegen.Zwar gibt es bereits spezialisierte Tracking-Systeme, mit denen Drohnen geortet werden können, doch ist deren Einsatz nicht in großem Maßstab möglich, so Ericsson. Bei Tests in Kooperation mit Netzbetreibern in den USA und Finnland konnten Drohnen mit ISAC bereits erfolgreich erkannt und über ihre Flugstrecken hinweg lokalisiert werden, hieß es weiter.
Um Mobilfunknetze tatsächlich für die Ortung und das Tracking von Drohnen zu verwenden, müssen die Basisstationen nach Angaben von Ericsson mit entsprechend konfigurierter Hardware bestückt werden. Außerdem sind gewisse Computing-Ressourcen und Software nötig, um die Daten für die Ortung zu verarbeiten.
Laut einem in dem Bericht aus Großbritannien zitierten Experten können aktuelle 5G-Netze bereits mit ISAC ausgerüstet werden. Mit der Einführung von 6G und dessen neuen Frequenzbereichen könnte die Nutzung durch von vornherein in den neuen Standard integrierte Spezifikationen für die Verwendung breiterer Frequenzbereiche erleichtert werden, heißt es.
Siehe auch:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
Videos zum Thema
- Teilen direkt von der Kamera: Kommen bald DSLMs mit 5G-Modul?
- Günstiges OLED-Smartphone: Das Poco M7 Pro 5G enttäuscht im Test
- Samsung Galaxy A36 5G: Günstiges, vielseitiges Smartphone im Test
- Samsung Galaxy A33 5G: Das Mittelklasse-Handy überzeugt im Test
- Motorola Moto G82 5G: Solides Android-Smartphone der Mittelklasse
Weiterführende Links
Beiträge aus dem Forum
Neue Nachrichten
- Nur bis Freitag: Legendäre Spusu-Tarife mit bis zu 100 GB reduziert
- Hacker griffen Russlands Statistikamt an, erbeuteten Kriegsopferzahlen
- Disney radiert Tausende Arbeitsplätze aus, Manager sollen 20% kürzen
- Ladendiebstahl: KI-Erkennung sorgt für Flut an Falschanschuldigungen
- Millionen Android-TV-Boxen durch Android-OEM zum Botnetz vereint
- Media Markt & Saturn: Die ersten Black-Friday-Deals sind jetzt da
- Ericsson: Mobilfunknetze sollen Drohnen orten und verfolgen können
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!