Windows 11: Microsoft bringt KI-Upscaling für Spiele auf Intel-PCs

Microsoft beginnt ab sofort mit einer Einführung einer zuvor nur für ARM-basierte PCs verfügbaren Upscaling-Funktion für die Nutzung in Spielen bei Systemen mit Intel-Prozessoren. Auto Super Resolution steht nun auch für PCs mit CPUs der Intel-Core-Ultra-3-Serie bereit.
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    Auto SR nutzt NPU bei modernen Prozessoren

    Auto Super Resolution (Auto SR) feierte schon vor fast drei Jahren seine Premiere und war eines der besonderen Features, mit denen sich die 2024 gestarteten sogenannten Copilot+-PCs von der breiten Masse abheben sollen. Dabei wird die Neural Processing Unit (NPU) der jeweiligen Plattform genutzt, um bei Spielen die Grafikeinheit des Chips zu entlasten, wenn es darum geht, eine attraktive Bildqualität zu liefern.

    Im Grunde wird das Bild also von der Grafikeinheit in einer geringeren Auflösung gerendert und dann per KI-gestützter Interpolation auf eine höhere Auflösung hochskaliert. Der Vorteil liegt in einer höheren Bildwiederholrate, während die visuellen Inhalte weiter dem entsprechen sollen, was sich der jeweilige Spieleanbieter aus künstlerischer Sicht vorgestellt hat, heißt es von Microsofts Produkt-Manager Stefan Bojanic.

    KI-Upscaling gab es bisher nur für ARM-PCs

    Bisher gab es bei Auto SR allerdings einen entscheidenden Haken: Das Ganze funktionierte bis jetzt nur bei Geräten, die über einen ARM-Chip aus der Qualcomm-Snapdragon-X-Serie verfügen. Mit dem heutigen Tag ändert sich dies aber, denn jetzt werden auch Systeme mit Intel Core Ultra Series 3 unterstützt.


    Voraussetzung ist somit, dass der jeweilige PC mit einem Chip aus der "Panther Lake"-Familie ausgestattet ist, bei dem eine NPU mit an Bord ist. Im Regelfall handelt es sich bei den damit ausgerüsteten Systemen natürlich um Laptops. Generell werden von der Neuerung vor allem Anwender profitieren, deren Geräte nicht über eine Zusatzgrafikeinheit verfügen, sondern mit einer integrierten GPU auskommen müssen und somit ohnehin nicht als dedizierte Gaming-Rechner gedacht sind.

    Nach Angaben von Microsoft wird für die Verwendung von Auto SR ein im Store erhältliches Paket benötigt, das die Nutzer nachinstallieren müssen. Langfristig scheint denkbar, dass Microsoft die Unterstützung für Auto SR ab Werk mit Windows ausliefert. Aktuell soll die Technologie mit 800p-Auflösung optimal funktionieren, während bei den aktuellen Intel-PCs bis zu 1080p-Support geboten wird.

    Durch die Nutzung der NPU soll Auto SR dafür sorgen, dass Spiele mit höheren Grafikeinstellungen laufen können, während die Bildrate um rund 15 Prozent steigen kann. Der Nutzer kann für jedes Spiel selbst entscheiden, ob er vor allem auf eine höhere Bildqualität setzt oder lieber höhere Framerates wünscht. Es werden keine speziellen Treiber oder Unterstützung von Seiten der jeweiligen Spielehersteller benötigt.

    Microsoft empfiehlt in seinem Blog-Eintrag zu dem Thema, dass man die Funktion mit texturintensiven Spieletiteln wie Assassin's Creed: Shadows oder Valhalla, Assetto Corsa, Far Cry 6 oder auch Tom Clancy's Rainbow Six Siege ausprobieren sollte. Langfristig will man die Technologie auch auf weiteren Plattformen anbieten, sodass die Nutzer von AMD-basierten Laptops immerhin hoffen können, dass Microsoft das Feature früher oder später auch für ihre Geräte nachreicht.

    Zusammenfassung
    • Auto Super Resolution entlastet die Grafikeinheit mittels moderner NPU
    • Die Technik skaliert KI-gestützt hoch und steigert die Bildwiederholrate
    • Das Feature war bisher nur für Snapdragon-ARM-Geräte von Qualcomm da
    • Jetzt werden auch Intel Core Ultra Series 3 Prozessoren unterstützt
    • Ein kostenloses Zusatzpaket aus dem Microsoft Store wird vorausgesetzt
    • Zukünftig soll die Upscaling-Funktion auch für AMD-Laptops erscheinen

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