Kartenspiel folgt Doom: Fruchtfliegen-Gehirn spielt "erfolgreich" Balatro

Vor Kurzem hat Google das Gehirn einer Fruchtfliege vollständig kartiert. Ein Entwickler behauptet nun, eine darauf basierende Simulation trainiert zu haben, das Kartenspiel Balatro zu spielen. Die Erfolgsquote liegt angeblich bei 20 Prozent.
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Balatro

    KI-Training mit Fruchtfliegen-Gehirn

    Vor Kurzem veröffentlichte Google eine vollständige Kartierung des Gehirns und des zentralen Nervensystems einer erwachsenen Fruchtfliege. Nun nutzen Entwickler das als Grundlage für Software-Experimente. Den Anfang machte Doom, ein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit dem Roguelike-Deckbuilder Balatro. Ein KI-Modell, das auf der Simulation des Insektengehirns basiert, soll das Kartenspiel eigenständig absolvieren können. Es nutzt dabei die komplexe neuronale Struktur der Fliege, um Spielzüge zu planen.

    Laut den Angaben spielt das Modell auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad mit dem roten Standard-Kartendeck. Die derzeitige Erfolgsquote bei einem völlig zufälligen Spieldurchlauf liegt laut dem Entwickler bei 20 Prozent. Das Modell greift ausschließlich auf visuelle Informationen zurück, die direkt auf dem Bildschirm sichtbar sind. Versteckte Daten liest die Software nicht aus dem System aus. Das gewährleistet, dass die KI unter denselben Bedingungen agiert wie ein menschlicher Spieler.

    The famous Fruit Fly has beaten Balatro
    by u/ActualAerie1011 in balatro


    Lernprozess durch Belohnungssystem

    Wie der Redditor ActualAerie1011 in einem Beitrag auf der Plattform Reddit angab (via Tom's Hardware), kommt beim Training das sogenannte bestärkende Lernen zum Einsatz. Dafür programmierte der Entwickler einen separaten Algorithmus, der gezielt nach nützlichen Startbedingungen sucht. Da Balatro stark auf Zufallselementen basiert, helfen solche Algorithmen dabei, vorteilhafte Ausgangssituationen für das eigentliche Training zu generieren. Das spart Zeit und Rechenleistung.

    Während der Lernphase spielen das Gehirn-Modell und der Such-Algorithmus exakt denselben Spielstand. Danach gleicht das System die Ergebnisse ab. Trifft das simulierte Fliegengehirn gute Entscheidungen bei der Kartenauswahl, erhält es eine virtuelle Belohnung. Bei Fehlern folgt eine entsprechende Bestrafung durch das System. Der Entwickler gibt an, das Training kontinuierlich fortzusetzen. Ziel ist es, die Gewinnrate bei Balatro in Zukunft weiter zu steigern.

    Herausforderungen des Kartenspiels

    Ein Modell für Balatro zu trainieren, gilt als äußerst komplex. Die grundlegenden Regeln klassischer Poker-Hände lassen sich zwar einfach programmieren, jedoch sorgen die vielfältigen Wechselwirkungen der Joker-Karten für unzählige Variablen. Hinzu kommen spezielle Boss-Fähigkeiten, die eine konstante Strategie erschweren. Die KI muss ihre Taktik daher konstant an neue Gegebenheiten anpassen und kann sich nicht auf festgelegte Muster verlassen.

    Obwohl die Idee viele Anwender fasziniert, äußern Beobachter berechtigte Zweifel an der Umsetzung. Der Urheber hat bislang weder detaillierte technische Beweise geliefert noch einen Quellcode für eine unabhängige Überprüfung bereitgestellt. Da es sich um unbestätigte Angaben handelt, muss man das Projekt mit Vorsicht betrachten.

    Was meint ihr zu dem Projekt? Haltet ihr ein Balatro spielendes Fliegengehirn für realistisch oder bleibt ihr skeptisch? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns!

    Zusammenfassung
    • Googles Kartierung eines Fliegengehirns dient als Basis für Software
    • Ein neues KI-Modell lernt derzeit das komplexe Kartenspiel Balatro
    • Gesteuert wird das Spiel rein über die visuellen Bildschirminhalte
    • Das Training erfolgt mittels bestärkendem Lernen und Belohnungssystem
    • Die aktuelle Erfolgsquote bei den Spieldurchläufen liegt bei 20 Prozent
    • Bislang fehlen unabhängige Beweise sowie der Quellcode zum Projekt

    Siehe auch:


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