VW macht ernst: Tochter Seat wird auf günstige E-Autos umgepolt
Bei Volkswagen arbeitet man seit einiger Zeit mit Hochdruck an einer Strategie für die Elektromobilität - und wie das letztlich aussehen soll, konnte man nun auf dem großen Jahres-Event der spanischen Tochter Seat erleben. Diese wird wohl weitgehend zum Anbieter von elektrischen Fahrzeugen für den Massenmarkt umgebaut.
Bereits in der normalen Produktentwicklung soll Seat in spätestens zwei Jahren sechs neue Modelle im Programm haben, die mit Hybrid- oder Elektroantrieben ausgestattet sind. Das wird aber erst der Einstieg in den Bereich sein. Denn es ist auch die Aufgabe Seats, eine komplette Plattform zu entwickeln, auf deren Basis man dann weitere Elektrofahrzeuge für größere Käuferschichten konzipieren kann.
Für diese Aufgabe haben sich die Spanier zuletzt mit einer hervorragenden Entwicklung qualifiziert. Das Unternehmen legte immerhin die besten Ergebnisse in der Firmengeschichte vor und zeigte so, dass man weitaus mehr zu bieten hat als viele bisher annahmen. Auf diese Weise ist die Tochter wohl auch im VW-Konzern, der massiv mit den Folgen des Diesel-Skandals zu kämpfen hat, in der Gunst gestiegen.
Und das zeigt auch, wie sehr man bei VW inzwischen auf die Tube drückt. Die Wolfsburger hatten vor einiger Zeit bereits bekannt gegeben, 34 Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren zu wollen. Und kürzlich drohte das Unternehmen auch damit, aus dem Branchenverband der deutschen Automobilindustrie auszusteigen, wenn dieser weiterhin einseitig Lobbyarbeit für die Verbrenner-Technologien macht.
Siehe auch: E-Autos: VW bekommt Angst und eskaliert den Streit in der Industrie
Für diese Aufgabe haben sich die Spanier zuletzt mit einer hervorragenden Entwicklung qualifiziert. Das Unternehmen legte immerhin die besten Ergebnisse in der Firmengeschichte vor und zeigte so, dass man weitaus mehr zu bieten hat als viele bisher annahmen. Auf diese Weise ist die Tochter wohl auch im VW-Konzern, der massiv mit den Folgen des Diesel-Skandals zu kämpfen hat, in der Gunst gestiegen.
Billige E-Autos aus Spanien
Allerdings wird Seat auch in Sachen Elektromobilität mit der preiswerteren Schiene verbunden bleiben - wo dringend Produkte benötigt werden. Bisher können die Autokonzerne hierzulande im Grunde nur obere Preissegmente bedienen. Das kann zum Problem werden, wenn die chinesischen Anbieter anfangen auch international durchzustarten. Daher wurde Seat zum Ziel gesetzt, Elektroautos zu entwickeln, die für rund 20.000 Euro in den Verkauf gehen können. Angesichts der niedrigen Folgekosten wäre das dann ein ziemlich attraktiver Preis.Und das zeigt auch, wie sehr man bei VW inzwischen auf die Tube drückt. Die Wolfsburger hatten vor einiger Zeit bereits bekannt gegeben, 34 Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren zu wollen. Und kürzlich drohte das Unternehmen auch damit, aus dem Branchenverband der deutschen Automobilindustrie auszusteigen, wenn dieser weiterhin einseitig Lobbyarbeit für die Verbrenner-Technologien macht.
Siehe auch: E-Autos: VW bekommt Angst und eskaliert den Streit in der Industrie
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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