Xiaomis KI-Modell sorgt für Aufsehen, greift mit Kampfpreisen an
Der chinesische Konzern Xiaomi erobert mit seinem neuen Sprachmodell MiMo-V2.6 Pro die Spitze der offenen KI-Systeme. Das multimodale System schlägt die Konkurrenz und punktet mit extrem niedrigen Preisen für externe Entwickler.
Das System verarbeitet ein Kontextfenster von bis zu einer Million Token und akzeptiert Text, Bild, Audio sowie Video als Eingabe. Entwickler können das Modell nutzen, um komplexe Aufgaben zu bewältigen. Dazu gehören die Programmierung von 3D-Spielen, die detaillierte Generierung von Objekten für 3D-Software oder die präzise Steuerung von Roboterarmen durch visuelles Feedback.
Der Leistungssprung basiert auf umfangreichem Reinforcement Learning. Das Training der Modelle dauerte knapp sechs Tage und kostete für die Pro-Version umgerechnet etwa 2,28 Millionen Euro. Um zu verhindern, dass die KI ihre eigenen Belohnungssysteme austrickst, implementierte Xiaomi Schutzmechanismen gegen Reward-Hacking. Neben den Modellgewichten veröffentlichte der Konzern das komplette Trainings-Framework sowie über 7000 verschiedene Trainingsumgebungen.
Während das Pro-Modell mit seinen 1,02 Billionen Parametern hohe Hardware-Anforderungen stellt, richtet sich das Flash-Modell mit 310 Milliarden Parametern an Firmen mit hohem Anfragevolumen. Für Entwickler bietet das System grundsätzlich eine kostengünstige Alternative zu geschlossenen Modellen.
Was meint ihr zu Xiaomis neuem KI-Modell und den Vorwürfen der Konkurrenz? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
- Xiaomi bringt die neuen Open-Weight-Modelle MiMo-V2.6 Pro und Flash
- Die Pro-Version setzt sich an die Spitze aller offenen Sprachmodelle
- Das multimodale System verarbeitet bis zu eine Million Eingabe-Token
- Über eine API werden die Modelle zu sehr günstigen Preisen angeboten
- Anthropic wirft Xiaomi das illegale Abschöpfen von Claude-Daten vor
- Mit über einer Billion Parametern verlangt Pro sehr starke Hardware
Neues KI-Modell von Xiaomi
Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi hat die neuen Open-Weight-Sprachmodelle MiMo-V2.6 Pro und MiMo-V2.6 Flash veröffentlicht. Das Flaggschiff-Modell Pro erreicht auf dem Intelligence Index von Artificial Analysis 46 Punkte und setzt sich damit an die Spitze der offenen Modelle. Es übertrifft Konkurrenten wie DeepSeek und zieht mit proprietären Systemen gleich. Die Modelle stehen auf Plattformen wie Hugging Face zur Verfügung.Das System verarbeitet ein Kontextfenster von bis zu einer Million Token und akzeptiert Text, Bild, Audio sowie Video als Eingabe. Entwickler können das Modell nutzen, um komplexe Aufgaben zu bewältigen. Dazu gehören die Programmierung von 3D-Spielen, die detaillierte Generierung von Objekten für 3D-Software oder die präzise Steuerung von Roboterarmen durch visuelles Feedback.
Geringe Kosten
Wie VentureBeat berichtet, zeichnet sich die Modellreihe MiMo-V2.6 durch eine aggressive Preisgestaltung aus. Über die Programmierschnittstelle verlangt Xiaomi für das Pro-Modell umgerechnet rund 0,38 Euro pro einer Million Eingabe-Token und etwa 0,76 Euro für die Ausgabe. Das auf Geschwindigkeit optimierte Flash-Modell kostet lediglich 0,12 Euro für die Eingabe. Das positioniert die Modelle als wirtschaftliche Option im KI-Markt.Der Leistungssprung basiert auf umfangreichem Reinforcement Learning. Das Training der Modelle dauerte knapp sechs Tage und kostete für die Pro-Version umgerechnet etwa 2,28 Millionen Euro. Um zu verhindern, dass die KI ihre eigenen Belohnungssysteme austrickst, implementierte Xiaomi Schutzmechanismen gegen Reward-Hacking. Neben den Modellgewichten veröffentlichte der Konzern das komplette Trainings-Framework sowie über 7000 verschiedene Trainingsumgebungen.
Vorwürfe und hohe Hardware-Hürden
Der offene Ansatz wird jedoch von deutlicher Kritik begleitet. Das KI-Unternehmen Anthropic wirft Xiaomi vor, gezielt Daten aus dem Sprachmodell Claude abgeschöpft zu haben. In Hunderttausenden von Interaktionen sollen automatisierte Gespräche an Claude weitergeleitet worden sein, um so Trainingsdaten für MiMo zu generieren. Das stelle nach Ansicht von Anthropic eine illegale Destillation dar.Während das Pro-Modell mit seinen 1,02 Billionen Parametern hohe Hardware-Anforderungen stellt, richtet sich das Flash-Modell mit 310 Milliarden Parametern an Firmen mit hohem Anfragevolumen. Für Entwickler bietet das System grundsätzlich eine kostengünstige Alternative zu geschlossenen Modellen.
Was meint ihr zu Xiaomis neuem KI-Modell und den Vorwürfen der Konkurrenz? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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