Dreister Doppel-Betrug: 1 Amazon-Kunde, 2 CPU-Käufe, 2 leere Kartons
Ein Mitarbeiter eines PC-Reparaturladens bestellte einen neuen AMD-Prozessor über Amazon und erhielt eine leere Verpackung. Bei der Ersatzlieferung wiederholte sich das Ganze direkt ein zweites Mal. Erneut zeigen sich die Risiken beim Online-Kauf von Hardware.
Bei der Bestellung eines AMD Ryzen 5 9600X über Amazon Business lieferte der Paketdienst lediglich eine leere Einzelhandelsverpackung. Nachdem der Käufer den fehlenden Prozessor umgehend reklamierte und eine weitere Bestellung aufgab, traf innerhalb von 72 Stunden der Ersatz ein. Es war zum zweiten Mal hintereinander ein komplett leerer Karton.
Wie der Käufer No-Yak9776 auf Reddit berichtet, stammten die fehlerhaften Lieferungen allerdings nicht direkt von Amazon. Die Hardware wurde über einen Drittanbieter bezogen. Dabei weist der betroffene Händler auf der Plattform eigentlich gute Bewertungen auf.
Um sich gegen solche Vorfälle abzusichern, wird Käufern immer wieder empfohlen, das Auspacken per Video zu dokumentieren. Das geschah auch im vorliegenden Fall. Das gesicherte Bildmaterial half im Anschluss bei der schnellen Rückabwicklung durch den Amazon-Kundenservice.
Zwei Bestellungen, zwei leere Kartons
Experten raten dennoch dazu, teure Hardware nach Möglichkeit ausschließlich direkt beim Plattformbetreiber oder bei autorisierten Fachhändlern im Geschäft zu erwerben. Das konsequente Filmen des Auspackens stellt in beiden Fällen den besten Schutz für Käufer dar, um im Streitfall klare Beweise vorlegen zu können. Zudem sollten Käufer bei jeder Bestellung genau prüfen, wer der tatsächliche Verkäufer ist.
Habt ihr schon einmal ähnliche Erfahrungen beim Kauf von Hardware gemacht? Was sind eure Taktiken, um solchen Szenarien zu entgehen? Schreibt uns eure Erlebnisse und besten Tipps unten in die Kommentare!
Siehe auch:
- Ein Kunde erhielt bei Amazon zweimal nacheinander leere CPU-Schachteln
- Die bestellte Hardware stammte von einem gut bewerteten Drittanbieter
- Ein Unboxing-Video half dem betroffenen Käufer bei der Reklamation
- Teure PC-Komponenten sind häufig das Ziel von Lieferketten-Diebstählen
- Experten raten, das Auspacken teurer Hardware auf Video zu dokumentieren
Doppeltes Pech beim Prozessorkauf
Wer über Amazon Technikprodukte kauft, muss zunehmend auf der Hut sein. Immer wieder kommt es zu Retoure-Betrug bei teuren PC-Komponenten. Ahnungslose Kunden erhalten dann statt der von ihnen bestellten und bezahlten Hardware wertlose Altgeräte oder Fake-Exemplare aus dem 3D-Drucker. Ein Mitarbeiter eines New Yorker Geschäfts für Computerreparaturen erlebte nun kürzlich eine besonders unschöne Überraschung. Er hatte doppeltes Pech.Bei der Bestellung eines AMD Ryzen 5 9600X über Amazon Business lieferte der Paketdienst lediglich eine leere Einzelhandelsverpackung. Nachdem der Käufer den fehlenden Prozessor umgehend reklamierte und eine weitere Bestellung aufgab, traf innerhalb von 72 Stunden der Ersatz ein. Es war zum zweiten Mal hintereinander ein komplett leerer Karton.
Ware von Drittanbieter
Der betroffene PC-Laden bestellt eigenen Angaben zufolge monatlich Hardware im Wert von etwa 10.000 US-Dollar (etwa 8600 Euro) über die Plattform. In den vergangenen fünf Jahren kam es bei der großen Menge an Bestellungen zwar gelegentlich zu beschädigten Paketen oder fehlenden Kleinteilen. Völlig leere Produktverpackungen traten in dieser Form jetzt jedoch zum ersten Mal auf.Wie der Käufer No-Yak9776 auf Reddit berichtet, stammten die fehlerhaften Lieferungen allerdings nicht direkt von Amazon. Die Hardware wurde über einen Drittanbieter bezogen. Dabei weist der betroffene Händler auf der Plattform eigentlich gute Bewertungen auf.
Videoaufnahmen als Rettung
Produkte wie Prozessoren sind aufgrund ihrer geringen Größe und des hohen Wertes ein beliebtes Ziel für Lieferketten-Diebstähle. Betrüger entnehmen die Hardware oft, ohne die äußere Versiegelung der Verpackung sichtbar zu beschädigen. Manchmal werden auch defekte oder stark veraltete Chips in die neuen Kartons gelegt, um das korrekte Gewicht bei automatisierten Kontrollen vorzutäuschen.Um sich gegen solche Vorfälle abzusichern, wird Käufern immer wieder empfohlen, das Auspacken per Video zu dokumentieren. Das geschah auch im vorliegenden Fall. Das gesicherte Bildmaterial half im Anschluss bei der schnellen Rückabwicklung durch den Amazon-Kundenservice.
Zwei Bestellungen, zwei leere Kartons
Käufer sollten wachsam sein
Das offene Marktplatz-Modell bietet Amazon-Kunden eine enorme Auswahl und schnelle Logistik. Gleichzeitig ermöglicht das System unseriösen Akteuren jedoch, sich unter reguläre Händler zu mischen. Immerhin hat Amazon die umstrittene Praxis des Commingling bereits beendet, was in der Theorie die Identifizierung unseriöser Händler vereinfacht.Experten raten dennoch dazu, teure Hardware nach Möglichkeit ausschließlich direkt beim Plattformbetreiber oder bei autorisierten Fachhändlern im Geschäft zu erwerben. Das konsequente Filmen des Auspackens stellt in beiden Fällen den besten Schutz für Käufer dar, um im Streitfall klare Beweise vorlegen zu können. Zudem sollten Käufer bei jeder Bestellung genau prüfen, wer der tatsächliche Verkäufer ist.
Habt ihr schon einmal ähnliche Erfahrungen beim Kauf von Hardware gemacht? Was sind eure Taktiken, um solchen Szenarien zu entgehen? Schreibt uns eure Erlebnisse und besten Tipps unten in die Kommentare!
Siehe auch:
- Brutal dreister Betrug: In 'Wunder-Klimagerät' steckt nur ein PC-Lüfter
- Amazon-Retourebetrug: Käufer erhält ollen DVD-Brenner statt RTX 5070
- Dreister Grafikkarten-Betrug: An dieser RTX 4090 ist fast nichts echt
- Amazon-Retouren-Betrug: Käufer erhält 3D-gedruckten Fake-Prozessor
- Weitere Fälle: CPU-Betrugsverdacht bei China-Notebooks erhärtet sich
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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