Amazon-Retouren-Betrug: Käufer erhält 3D-gedruckten Fake-Prozessor
Betrüger nutzen immer raffiniertere Methoden, um Käufer von PC-Hardware hinters Licht zu führen. Jetzt wurde ein Amazon-Kunde Opfer einer Retoure-Masche, bei der 3D-Drucker zum Einsatz kommen, um gefälschte CPUs zu verkaufen.
Wie der geschädigte Käufer Bigmancal420 auf Reddit (via Wccftech) berichtet, entfernten Betrüger den Heatspreader von einem echten Prozessor. Anschließend klebten sie ihn auf eine passgenau gedruckte Plastikbasis aus dem 3D-Drucker, retournierten die Fälschung an Amazon und behielten die Platine mit der gesamten Technik.
Die Täter machen sich bei ihrem Vorgehen gezielt das Design der CPU-Verpackungen von AMD zunutze. Die Kartons besitzen ein kleines Sichtfenster auf der Vorderseite. Dadurch ist von außen jedoch ausschließlich der metallische Heatspreader zu erkennen. Das eigentliche grüne Trägersubstrat mit den sensiblen Rechenkernen ist für den Käufer vor dem Öffnen der Verpackung nicht sichtbar.
Die Fälschung ist...
...nach dem Auspacken sofort erkennbar
Da die Richtlinien des Retouren-Lagers ein Öffnen der Verpackung vor dem Bezahlen untersagten, musste sich der Käufer auf den Blick durch das kleine Sichtfenster verlassen, durch das aufgrund der Konstruktion aus dem 3D-Drucker jedoch alles legitim aussah. Erst zu Hause bemerkte der Nutzer, dass unter dem echten Metalldeckel die gesamte Technik fehlte.
Retouren-Käufe bieten zwar teilweise den Vorteil enormer Preisnachlässe, bergen aber ein gefühlt immer weiter steigendes Risiko für Betrug. Es ist mittlerweile wohl ratsam, auf das Erwerben von extrem günstigen Restposten und Retouren zu verzichten, wenn eine vorherige Begutachtung der Ware nicht möglich ist. Sonst ist man auf den Kundenservice von Amazon und anderen Online-Händlern angewiesen.
Habt ihr schon einmal defekte oder gefälschte Hardware bei einem Online-Kauf erhalten? Teilt eure Erfahrungen mit Retouren und Schnäppchen gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Gefälschte Prozessoren im Umlauf
Auf dem Markt für PC-Komponenten schleusen Betrüger schon länger manipulierte Hardware bei Online-Versandhändlern ein. Oftmals tauschen sie teure Bauteile gegen billigere Ware aus oder versenden funktionslose Dummys. Ein aktueller Fall zeigt nun eine weitere Art der Täuschung, bei der ein Käufer eines AMD Ryzen 9 9950X3D lediglich einen Heatspreader und ein Plastikstück aus dem 3D-Drucker über Amazon erhielt.Wie der geschädigte Käufer Bigmancal420 auf Reddit (via Wccftech) berichtet, entfernten Betrüger den Heatspreader von einem echten Prozessor. Anschließend klebten sie ihn auf eine passgenau gedruckte Plastikbasis aus dem 3D-Drucker, retournierten die Fälschung an Amazon und behielten die Platine mit der gesamten Technik.
Die Täter machen sich bei ihrem Vorgehen gezielt das Design der CPU-Verpackungen von AMD zunutze. Die Kartons besitzen ein kleines Sichtfenster auf der Vorderseite. Dadurch ist von außen jedoch ausschließlich der metallische Heatspreader zu erkennen. Das eigentliche grüne Trägersubstrat mit den sensiblen Rechenkernen ist für den Käufer vor dem Öffnen der Verpackung nicht sichtbar.
Die Fälschung ist...
...nach dem Auspacken sofort erkennbar
Risiko bei Hardware-Retouren
Wie der betroffene Nutzer angab, erwarb er den vermeintlichen High-End-Prozessor in einem lokalen Retouren-Zentrum von Amazon für 180 US-Dollar (etwa 153 Euro). Regulär kostet ein Ryzen 9 9950X3D hierzulande momentan über 640 Euro.Da die Richtlinien des Retouren-Lagers ein Öffnen der Verpackung vor dem Bezahlen untersagten, musste sich der Käufer auf den Blick durch das kleine Sichtfenster verlassen, durch das aufgrund der Konstruktion aus dem 3D-Drucker jedoch alles legitim aussah. Erst zu Hause bemerkte der Nutzer, dass unter dem echten Metalldeckel die gesamte Technik fehlte.
Retouren-Käufe bieten zwar teilweise den Vorteil enormer Preisnachlässe, bergen aber ein gefühlt immer weiter steigendes Risiko für Betrug. Es ist mittlerweile wohl ratsam, auf das Erwerben von extrem günstigen Restposten und Retouren zu verzichten, wenn eine vorherige Begutachtung der Ware nicht möglich ist. Sonst ist man auf den Kundenservice von Amazon und anderen Online-Händlern angewiesen.
Habt ihr schon einmal defekte oder gefälschte Hardware bei einem Online-Kauf erhalten? Teilt eure Erfahrungen mit Retouren und Schnäppchen gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Betrüger verkauften bei Amazon eine CPU-Fälschung mit 3D-Druckteilen
- Ein Käufer erhielt statt Ryzen 9 9950X3D nur Heatspreader und Plastikbasis
- Täter lösten den Metalldeckel und klebten ihn auf passgenaues Plastik
- AMDs Sichtfenster zeigt nur den Heatspreader, nicht das Trägersubstrat
- Der Prozessor kostete im Retouren-Zentrum nur 180 US-Dollar statt über 600
- Ohne Vorabprüfung besteht bei Restposten das Risiko für Betrug
Siehe auch:
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- Hoffen auf Begnadigung: Krypto-Betrüger schleimt sich bei Trump ein
- Weitere Fälle: CPU-Betrugsverdacht bei China-Notebooks erhärtet sich
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- CPU-Retourenbetrug: Amazon verkauft manipulierte Ware "wie neu"
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