Batterien in beliebiger Form:
3D-Druck hält bei Stromspeichern Einzug

Eine neue Generation von Batterien könnte zukünftig direkt in die Struktur von Geräten integriert werden. Möglich wird dies mit Stromspeichern, die mit 3D-Druckern in nahezu jeder beliebigen Form hergestellt werden können.
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Platz optimal nutzen

Experten sehen im 3D-Druck von Energiespeichern das Potenzial, die Entwicklung von Drohnen, tragbarer Elektronik und sogar kleinster Roboter grundlegend zu verändern. Statt Batterien in festen Formen wie Zylindern oder flachen Zellen zu verbauen, würden sie dann nahezu jeden verfügbaren Raum innerhalb eines Produkts ausfüllen, berichtet das Wall Street Journal.

Während sich die Batterieforschung in den vergangenen Jahrzehnten vor allem auf neue chemische Zusammensetzungen konzentrierte, setzt der 3D-Druck an einem anderen Punkt an: der Herstellung. Die Idee dahinter ist, Batterien exakt an die Form eines Geräts anzupassen. Dadurch könnten beispielsweise die Rahmen von Smart-Brillen als Energiespeicher dienen oder die gesamte Struktur einer Drohne zusätzliche Energie aufnehmen.


Obwohl das Forschungsinteresse enorm ist und allein im Jahr 2025 rund 25.000 wissenschaftliche Arbeiten zum Thema erschienen, steckt die kommerzielle Nutzung noch in den Anfängen. Nur wenige Startups arbeiten derzeit daran, die Technologie auf den Markt zu bringen. Denn neue Batteriekonzepte müssen sich gegen etablierte Hersteller behaupten und gleichzeitig Anforderungen an Lebensdauer, Sicherheit, Energiedichte und Kosten erfüllen.

Zu den Vorreitern gehört das US-Unternehmen Material Hybrid Manufacturing aus Miami. Firmenchef Gabe Elias, früher Ingenieur im Formel-1-Team von Mercedes-AMG, entwickelte das Unternehmen gemeinsam mit Christopher Reyes, der die zugrunde liegende Drucktechnologie während seiner Promotion an der Duke University erforschte. Das Start-up hat bereits erste Batteriezellen mit unterschiedlichen Materialien im Labor gefertigt und erhielt jüngst sowohl frisches Risikokapital als auch einen Entwicklungsauftrag der US-Luftwaffe.

Militär als Starthilfe

Im Rahmen dieses Projekts sollen Batterien für eine Drohne des Herstellers Teledyne Flir entstehen. Nach Angaben des Unternehmens könnte die Speicherkapazität durch die optimale Raumnutzung um rund 35 Prozent steigen.

Einen anderen Ansatz verfolgt das kalifornische Unternehmen Sakuu. Statt komplette Batterien zu drucken, konzentriert sich die Firma auf einzelne Produktionsschritte. Ziel ist es, energieintensive Trocknungsprozesse in der Fertigung zu ersetzen und so die Herstellungskosten zu senken.

Branchenexperten gehen davon aus, dass sich die Technologie zunächst im Militärbereich etablieren wird. Dort spielen hohe Kosten oft eine geringere Rolle als Leistung und Gewicht. Erst später könnten Verbrauchergeräte von individuell geformten, in ihre Struktur integrierten Batterien profitieren.

Zusammenfassung
  • Der 3D-Druck ermöglicht Batterien in nahezu jeder beliebigen Form
  • Die Speicher könnten Bauteile von Drohnen oder Geräten direkt bilden
  • Innovative Drucktechnik erlaubt optimale Ausnutzung des Innenraums
  • US-Startup Material Hybrid erhält Risikokapital für neue Produktion
  • Militärische Anwendungen treiben die Entwicklung aktuell vor allem voran

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