Große Batteriespeicher tragen Kalifornien durch lange Hitzewelle

Im US-Bundesstaat Kalifornien hat die Kombination aus regenerativen Stromquellen und großen Batteriespeichern seinen ersten Härtetest bestanden. Eine drei Wochen dauernde Hitzewelle konnte ohne Probleme bei der Versorgung bewältigt werden.
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Neuer Rekord

Seit drei Wochen machen hohe Temperaturen den Menschen in der Region zu schaffen. Im Landesinneren kletterten die Temperaturen tagsüber regelmäßig deutlich über die 40-Grad-Celsius-Marke. In Palm Springs verzeichnete man einen neuen Rekord von 51,6 Grad Celsius. Solche Wetterlagen führen dazu, dass massenhaft Klimaanlagen auf Hochtouren laufen und der Stromverbrauch steigt enorm an.

In einer ähnlichen Situation vor zwei Jahren musste der für die Region zuständige Übertragungsnetzbetreiber CAISO die Bevölkerung noch zu freiwilligen Einsparungen aufrufen, damit das Netz nicht in Schwierigkeiten gerät. Das war diesmal nicht der Fall. "Investitionen in neue saubere Energie und in verteilbare Batteriespeicher haben eine wichtige Rolle gespielt", erklärte CAISO-Chef Elliot Mainzer laut eines Berichts der Sacramento Bee.


Binnen der letzten zwei Jahre wurde die Kapazität der Erneuerbaren in Kalifornien um 11.600 Megawatt ausgebaut. Zusätzlich wurden auch 10.000 Megawatt Batterieleistung installiert, die bei Überschüssen aufgeladen und bei Engpässen zusätzlich zugeschaltet werden können. Kalifornien ist jetzt die Region mit den meisten Netzbatterien der Welt außerhalb Chinas, erklärte Mainzer.

Energiewende läuft

"Die Batterien haben bei diesem Ereignis hervorragend funktioniert, sie waren aufgeladen und bereit, um zur richtigen Zeit zur Optimierung des Netzes beizutragen", fügte der CAISO-Chef hinzu. "Das hat einen großen Unterschied gemacht." Um die Sparsamkeits-Aufrufe kam man diesmal herum - und vor allem um die Stromausfälle, die noch 2020 in einer Hitzewelle auftraten.

Kalifornien hat es sich gesetzlich zum Ziel gesetzt, bis 2035 rund 90 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Bis 2045 soll dann die komplette Umstellung vollzogen sein. Der Bundesstaat plant aktuell rund 7,5 Milliarden Dollar ein, um die notwendigen Umbauten am CAISO-Netz zu bewerkstelligen.

Zusammenfassung
  • Kalifornien besteht Härtetest mit erneuerbaren Energien und Batteriespeichern
  • Hitzewelle mit Temperaturen über 40 Grad ohne Versorgungsprobleme gemeistert
  • Rekordtemperatur von 51,6 Grad in Palm Springs registriert
  • Vor zwei Jahren waren noch Sparaufrufe wegen Energieengpässen nötig
  • Erweiterung der erneuerbaren Kapazitäten um 11.600 Megawatt in zwei Jahren
  • Zusätzlich 10.000 Megawatt Batterieleistung für Netzstabilität installiert
  • Gesetzliches Ziel: 90 Prozent erneuerbare Energie bis 2035, 100 Prozent bis 2045

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