Viel flexibler: Großer Batteriespeicher ersetzt erstmals Gaskraftwerk
Während Gaskraftwerke hierzulande als wichtige Backups für die erneuerbaren Energien angesehen werden, schaltet man sie anderswo ab und ersetzt sie durch große Batteriespeicher. Denn diese können wesentlich flexibler auf Versorgungsschwankungen reagieren.
"Viele von uns erinnern sich noch daran, wie es hier vor einem Jahr mit den beiden großen Schornsteinen aussah", sagte der Bürgermeister von Menifee, Bill Zimmerman, gegenüber Canary Media. "Man brauchte den ganzen Tag, um das Ding zum Laufen zu bringen, und man musste abwägen, ob man es brauchen würde oder nicht. Das hier wird zehnmal besser und zehnmal effizienter sein, ohne all diese zusätzliche Arbeit."
Konkret dauert es zwölf Stunden, das Gaskraftwerk an Netz zu bringen, was entsprechender Vorplanung bedurfte. Da in dem US-Bundesstaat mit seinen vielen Sonnenstunden außerdem massiv Solarstrom erzeugt wird, ist es inzwischen sinnvoller, diesen tagsüber in einen großen Batteriespeicher zu laden und bei Bedarf in den Nachtstunden abzugeben.
Die Anlage besteht dann aus über tausend Containern, in denen 26.304 Batteriemodule mit zusammen rund 3 Millionen Akkuzellen enthalten sind. Produziert werden die Speicher vom chinesischen Unternehmen BYD. Der enthaltene Strom würde theoretisch ausreichen, um 680.000 Haushalte über vier Stunden lang zu versorgen - allerdings ist dies kein wirklich realistisches Szenario. Vielmehr geht es darum, Schwankungen bei der Versorgung durch erneuerbare Quellen auszugleichen und das Stromnetz so stabil zu halten.
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Sonne mitnehmen
Das Kraftwerk in der kalifornischen Stadt Menifee wurde im Jahr 2008 vom Energiekonzern GE als Musterbeispiel für Effizienz installiert. 800 Megawatt konnte die Anlage bei Bedarf liefern. Heute sieht man sie aber als zu träge an, um sinnvoll in eine Infrastruktur voller Solar- und Windkraftanlagen zu passen."Viele von uns erinnern sich noch daran, wie es hier vor einem Jahr mit den beiden großen Schornsteinen aussah", sagte der Bürgermeister von Menifee, Bill Zimmerman, gegenüber Canary Media. "Man brauchte den ganzen Tag, um das Ding zum Laufen zu bringen, und man musste abwägen, ob man es brauchen würde oder nicht. Das hier wird zehnmal besser und zehnmal effizienter sein, ohne all diese zusätzliche Arbeit."
Konkret dauert es zwölf Stunden, das Gaskraftwerk an Netz zu bringen, was entsprechender Vorplanung bedurfte. Da in dem US-Bundesstaat mit seinen vielen Sonnenstunden außerdem massiv Solarstrom erzeugt wird, ist es inzwischen sinnvoller, diesen tagsüber in einen großen Batteriespeicher zu laden und bei Bedarf in den Nachtstunden abzugeben.
Akkus aus China
Die Nova-Powerbank des Entwicklers Calpine, die in diesem Sommer am Standort des bereits abgerissenen Gaskraftwerkes in Betrieb gehen soll, wird eine Kapazität von 2720 Megawattstunden aufweisen. Bis zu 680 Megawatt können bei Bedarf maximal auf einmal ins Netz gespeist werden. Damit wird es sich um den größten Batterie-Gridspeicher in den USA handeln.Die Anlage besteht dann aus über tausend Containern, in denen 26.304 Batteriemodule mit zusammen rund 3 Millionen Akkuzellen enthalten sind. Produziert werden die Speicher vom chinesischen Unternehmen BYD. Der enthaltene Strom würde theoretisch ausreichen, um 680.000 Haushalte über vier Stunden lang zu versorgen - allerdings ist dies kein wirklich realistisches Szenario. Vielmehr geht es darum, Schwankungen bei der Versorgung durch erneuerbare Quellen auszugleichen und das Stromnetz so stabil zu halten.
Zusammenfassung
- Gaskraftwerke werden durch Batterien ersetzt
- Menifee's Kraftwerk von 2008 passt nicht zu Erneuerbaren
- Bürgermeister lobt neue Batterie-Speicherlösung
- Gaskraftwerk braucht 12 Std. zum Anfahren, unpraktisch
- Kalifornien setzt auf Solarstrom und Batteriespeicherung
- Nova-Powerbank wird größter US-Batterie-Gridspeicher
- Über 1000 Container mit 3 Mio. Akkuzellen von BYD
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