PayPal: Nach dem Absturz stehen Kauf-Interessenten Schlange
Der Bezahl-Dienst PayPal ist nach einem massiven Verfall seines Aktienkurses ins Visier potenzieller Käufer geraten. Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, haben mehrere Interessenten in den vergangenen Wochen unverbindliche Gespräche geführt.
Andere Interessenten sollen hingegen lediglich an einzelnen Unternehmensteilen oder Technologien interessiert sein. Ob es tatsächlich zu einem konkreten Angebot kommt, ist allerdings offen, die Gespräche befinden sich Insidern zufolge noch in einem frühen Stadium. Ein Sprecher PayPals wollte sich dazu nicht äußern.
PayPal zählt zu den Pionieren des digitalen Bezahlens und wurde Ende der 1990er-Jahre gegründet. Doch inzwischen kämpft der Konzern mit strukturellen Problemen. Immer mehr Kunden nutzen alternative Bezahlmethoden, wodurch Marktanteile verloren gehen. In den letzten Monaten hatte die Aktie rund 46 Prozent an Wert eingebüßt. Zuletzt notierte sie an der New Yorker Börse bei gut 44 Dollar, was einer Marktkapitalisierung von etwa 41 Milliarden Dollar entspricht.
Analysten von Mizuho Securities halten PayPal trotz der Probleme für deutlich unterbewertet und verweisen auf das jährliche Transaktionsvolumen von nahezu zwei Billionen Dollar sowie auf den starken US-P2P-Dienst Venmo. Auch Experten von KBW betonen den strategischen Wert der Netzwerkeffekte - insbesondere für Unternehmen, die im Zuge neuer KI-gestützter Geschäftsmodelle eine größere Rolle im digitalen Handel anstreben.
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Aktie auf Talfahrt
Das in San Jose im Bundesstaat Kalifornien ansässige Unternehmen soll inzwischen auch Treffen mit Investmentbanken abgehalten haben, nachdem es unaufgeforderte Anfragen gegeben hatte, berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach prüft mindestens ein großer Wettbewerber eine Übernahme des gesamten Konzerns.Andere Interessenten sollen hingegen lediglich an einzelnen Unternehmensteilen oder Technologien interessiert sein. Ob es tatsächlich zu einem konkreten Angebot kommt, ist allerdings offen, die Gespräche befinden sich Insidern zufolge noch in einem frühen Stadium. Ein Sprecher PayPals wollte sich dazu nicht äußern.
PayPal zählt zu den Pionieren des digitalen Bezahlens und wurde Ende der 1990er-Jahre gegründet. Doch inzwischen kämpft der Konzern mit strukturellen Problemen. Immer mehr Kunden nutzen alternative Bezahlmethoden, wodurch Marktanteile verloren gehen. In den letzten Monaten hatte die Aktie rund 46 Prozent an Wert eingebüßt. Zuletzt notierte sie an der New Yorker Börse bei gut 44 Dollar, was einer Marktkapitalisierung von etwa 41 Milliarden Dollar entspricht.
Komplexe Lage
Vor dem Unternehmen liegt zudem ein Führungswechsel: Verwaltungsratschef Enrique Lores soll zum 1. März den Posten des Präsidenten und Vorstandschefs übernehmen. Er steht vor der Aufgabe, die veraltete Zahlungstechnologie zu modernisieren und PayPal im Wettbewerb mit Diensten wie Apple Pay und Google Pay neu zu positionieren. Sein Vorgänger Alex Chriss war erst kürzlich abgelöst worden, nachdem sein Sanierungsplan die Erwartungen nicht erfüllt hatte. Zudem blieben Umsatz und Gewinn im vierten Quartal hinter den Prognosen zurück, während das abgewickelte Zahlungsvolumen weiter nachließ.Analysten von Mizuho Securities halten PayPal trotz der Probleme für deutlich unterbewertet und verweisen auf das jährliche Transaktionsvolumen von nahezu zwei Billionen Dollar sowie auf den starken US-P2P-Dienst Venmo. Auch Experten von KBW betonen den strategischen Wert der Netzwerkeffekte - insbesondere für Unternehmen, die im Zuge neuer KI-gestützter Geschäftsmodelle eine größere Rolle im digitalen Handel anstreben.
Zusammenfassung
- PayPals Aktienkurs ist um rund 46 Prozent massiv eingebrochen
- Mehrere Interessenten führten unverbindliche Übernahmegespräche
- Mindestens ein großer Wettbewerber prüft eine Komplettübernahme
- Enrique Lores soll zum 1. März den Posten des Vorstandschefs übernehmen
- Alternative Bezahldienste wie Apple Pay setzen PayPal unter Druck
- Analysten halten PayPal trotz der Probleme für deutlich unterbewertet
- Venmo und das hohe Transaktionsvolumen gelten als strategische Stärken
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Christian Kahle
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